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Dortmund weitet Maskenpflicht drastisch aus – auch Phoenix See betroffen

Spaziergänger am Phoenix See in Dortmund
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An vielen Orten wie hier am Phoenix See gilt am Wochenende nun auch eine strenge Maskenpflicht

Joggen, Radfahren, Sonnenbaden - alles nur mit Maske? Am Wochenende gelten in Dortmund strenge Corona-Regeln. In diesen Parks gelten Maskenpflicht oder Zulassungsbeschränkungen.

Dortmund – Mitte der Woche gab die Stadt Dortmund bekannt, dass ab diesem Samstag (27. Februar) weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gelten. Die strengen Corona-Regeln betreffen vor allem Parks und Grünanlagen. Die Maskenpflicht wurde ausgeweitet.

StadtDortmund
Inzidenz62,4 (26. Februar)
aktuelle MaßnahmenErweiterung der Maskenpflicht in Park- und Grünanlagen

Dortmund: Verschärfte Corona-Regeln im Freien

Ziel der Stadt ist es, dem Inzidenzwert von unter 50 wieder ein Stück näherzukommen. Zuletzt hatte sich die Zahl der Neuinfektionen in Dortmund wieder nach oben bewegt: Während vor gut einer Woche der Inzidenz-Wert mit 49,1 kurzzeitig unter dieser wichtigen Grenze lag, rutschte der Wert bis Freitag (26. Februar) wieder auf 62,4 (mehr News zum Coronavirus in Dortmund auf RUHR24.de)

Damit ist Dortmund in NRW nicht allein. Auch in anderen Städten wie Herne oder Köln gilt nun am Wochenende eine erweiterte Maskenpflicht. In Düsseldorf gilt am Rheinufer und in der Altstadt an Wochenenden sogar ein Verweilverbot – Hinsetzen oder in die Sonne legen ist in bestimmten Zonen verboten. Gleichzeitig diskutiert der Handel in Dortmund allerdings über ein Konzept, wie eine Öffnung der Geschäfte trotz Lockdown möglich sein könnte.

Schuld an dem erneuten Anstieg des Inzidenzwertes ist Experten nach zum einen die Ausbreitung deutlich ansteckender Virus-Mutationen im Ruhrgebiet. Aber auch die zunehmende Pandemiemüdigkeit der Menschen könnte als Faktor für vermehrte Neuinfektionen in Betracht kommen. Und so ist es auch der Stadt Dortmund ein Anliegen, „die Bevölkerung weiter zu sensibilisieren und auf die Gefahren durch das Coronavirus hinzuweisen“.

Corona in Dortmund: In diesem Parks gilt die erweiterte Maskenpflicht

Von der Ausweitung der Maskenpflicht sind in Dortmund besonders beliebte Park- und Freizeitanlagen betroffen.

  • Phoenix See (Wege rund um den See)
  • Fredenbaumpark
  • Westpark
  • Rombergpark
  • Revierpark Wischlingen
  • Hoeschpark

Die Maskenpflicht gilt an diesem Orten samstags, sonntags und an Feiertagen von 12 bis 18 Uhr. Abseits der Wege darf die Maske nur abgenommen werden, wenn der Mindestabstand gewahrt werden kann.

Dortmunder OB: Jeder sollte weiter seinen Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie leisten

Oberbürgermeister Thomas Westphal richtete zudem den Appell an alle Bürger und Besucher von Dortmund, weiterhin den eigenen Beitrag gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu leisten: „Wir freuen uns zwar alle über das schöne Wetter der letzten Tage und den kommenden Frühling, wir dürfen aber dennoch nicht unachtsam werden.“

Also: Abstand halten, Maske tragen und Kontakte reduzieren. Zudem sei es Hilfreich, nicht zu den bekanntesten Ausflugszielen zu fahren, sondern auch mal weniger besuchte Orte zu besuchen – und die Stadt neu zu entdecken. Die bekannten Hotspots seien dagegen gerade am Wochenende keine gute Idee.

Wichtig außerdem: Die Regeln gelten für alle, egal ob Sport getrieben würde oder nicht, so die Stadt gegenüber den Ruhr Nachrichten (Bezahlinhalt). Egal ob Jogger, Radfahrer oder Skater: Die Maskenpflicht gelte für alle gleichermaßen. Einzige Ausnahme: Der Westfalenpark.

Westfalenpark Dortmund: Zugangsregelung ermöglicht Ausnahmen von der Maskenpflicht

Da in dem Park eine Zugangsregelung stattfindet, muss hier nur dann eine Maske getragen werden, wenn es nicht möglich ist, den Mindestabstand einzuhalten. Aber auch hier gilt eine Ausnahme der Ausnahme: Eltern oder andere Begleitpersonen die ihre Kinder an den Spielplätzen beaufsichtigen müssen widerum immer eine Maske tragen.

Schwierigkeiten, Ausflugsziele abseits der ausgetretenen Pfade zu finden, dürfte in und um Dortmund allerdings auch kein Problem sein. Wie die Stadt informiert, böten 280 Grün- und Parkanlagen mit einer Gesamtfläche von 640 Hektar eine große Vielfalt. Vorschläge liefert die Stadt Dortmund auch gleich mit. Wie wäre es zum Beispiel mal mit einer Wanderung zum Gipfel des Deusenbergs in Huckarde?

Video: Nach Massenandrang: Düsseldorf plant verschärfte Corona-Regeln

Auch die Anlage „An den Teichen“ in Eving, der Landschaftspark „Alte Körne“ in Scharnhorst oder der Volksgarten in Lütgendortmund böten sich an. Weitere Ausflugsziele seien die Bittermark oder das Wannebachtal (mehr News aus Dortmund auf RUHR24.de)

Wie Sinnvoll die Maskenpflicht im Freien tatsächlich ist, ist unklar. Laut WDR seien sich Virologen und das RKI einig, dass die Ansteckungsgefahr im Inneren um ein Vielfaches höher sei als im Freien.

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