Marten: Bissiger Fuchs ist tot - also alles gut?

+

Dortmund/NRW - Der Fuchs, der Mitte Oktober für in Marten für Aufsehen sorgte, ist tot. Ein Jäger erschoss das Tier Ende Oktober. Ergebnis: Keine Tollwut. Alles gut also?

Vor einigen Wochen sorgte ein bissiger Fuchs für Aufsehen in Dortmund. Er hatte in Marten zwei Passanten angegriffen. Jetzt ist der Fuchs tot, die Stadt gibt Entwarnung. Alles gut also?

Dortmund - Der Fuchs, der Mitte Oktober in Marten für Aufsehen sorgte, ist tot. Er wurde am 30. Oktober in Marten von einem Jäger erschossen, heißt es von der Stadt am Mittwoch (9.11.). "Bei der Untersuchung des Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamt Münster konnte ein Verdacht auf Tollwut nicht erhärtet werden", sagt Stadtsprecher Maximilian Löchter.

Alles paletti also? Ob es sich denn auch um den Martener "Problemfuchs" handele, den der Jäger da geschossen hätte, ist nicht sicher geklärt. "Es ist aber sehr wahrscheinlich", sagt Löchter. Warum der Fuchs getötet und nicht erst gefangen wurde, kann die Stadt nicht wirklich erklären. Nur so viel: Eine Falle sei für den Fuchs wohl deutlich unangenehmer, als der schnelle Tot mit dem Gewehr.

Tierschützer hatten nach den Warnungen der Stadt vor Panikmache gewarnt. Von Füchsen ginge in der Regel keine Gefahr für den Menschen aus. Peta-Wildtierexpertin Vanessa Reithinger dazu: „Füchse sind friedliche Tiere. Ein gewisser Respekt gegenüber den Wildtieren ist grundsätzlich angebracht und auch die öffentliche Sicherheit muss bewahrt werden. Angst zu verbreiten, ist allerdings der falsche Weg.“

Was passiert, wenn der Fuchs Tollwut hat?

Und was ist zu tun, wenn man jetzt doch von einem Tier mit einem eventuellen Verdacht auf Tollwut Kontakt hatte oder sogar gebissen wurde? Darauf hat die Stadt eine ausführliche Antwort. Zunächst muss schnell abgeklärt werden, ob ein Tier eine Tollwutinfektion hatte oder nicht. Denn auch der Mensch ist für Tollwut empfänglich und muss sich sofort in ärztliche Behandlung begeben, um gegen Tollwut geimpft zu werden.

Füchse, Marderhunde und Waschbären sind, sofern sie krank, verhaltensauffällig oder anderweitig auffällig beziehungsweise verendet aufgefunden wurden, gemäß der Tollwutverordnung epidemiologisch zu untersuchen. Sobald die Untersuchungen abgeschlossen sind, werden die Kadaver, unabhängig davon, ob Tollwut festgestellt wurde oder nicht, unschädlich beseitigt.