Bild: Frank Vincentz (Eigenes Werk) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Seit fast zwei Jahren werden Autofahrer auf der Mallinckrodtstraße/OWIIIa zwischen A45 und dem Hafen ausgebremst. Grund dafür sind Schäden am Fahrbahnübergang einer Brücke. Aktuell ist an einem Abschnitt Tempo 30 vorgeschrieben. Doch es könnte noch schlimmer kommen, wenn sich Verkehrsteilnehmer nicht an die Regeln halten.

Seit gut drei Wochen läuft der Verkehr auf der Mallinckrodtstraße in Richtung Innenstadt kurz vor dem Hafen nur noch einspurig. Gleichzeitig ist dort nur noch Tempo 30 erlaubt. Schäden an einem Fahrbahnübergang haben der Stadt keine andere Wahl gelassen. Die Folge: Zu Stoßzeiten staut sich der Verkehr an dem Nadelöhr.

Zum Hintergrund: Die sogenannte Übergangskonstruktion an diesem Abschnitt ist beschädigt, was bereits 2016 festgestellt wurde. Dieser Teil einer Brücke gleicht ihre Bewegungen und Verformungen aus – zum Beispiel bei Temperaturschwankungen oder hoher Verkehrsbelastung.

Auftrag vergeben

Die Stadt hat inzwischen den Auftrag für die Erneuerung des Fahrbahnüberganges erteilt, wie Tiefbauamtsleiterin Silvia Uehlendahl am Donnerstag auf Dortmund24-Anfrage mitteilte. Die beauftragte Firma muss jetzt Statik und Pläne erstellen. Die Unterlagen gehen anschließend an einen Prüfingenieur. Erst wenn der grünes Licht gibt, können die Ersatzteile für den Fahrbahnübergang an der Mallinckrodtstraße in Produktion gehen. Etwa 12 bis 14 Wochen dauert so etwas. „Derartige Konstruktionen sind maßgeschneidert und keine Standardware“, heißt es beim Tiefbauamt, das davon ausgeht, dass der Einbau „vor August 2018 nicht beginnt.“

Sylvia Uehlendahl ist Chefin vom Dortmunder Tiefbauamt. Foto: Sandra Schaftner/Dortmund24

Rückblick: Der Fahrbahnübergang wurde bereits letztes Jahr provisorisch geschweißt, um den Verkehr auf der Mallinckrodtstraße aufrecht zu halten. Doch das Provisorium brach Anfang März dieses Jahres wieder auf. Die Stadt macht dafür den vielen Verkehr bzw. den Schwerlastverkehr verantwortlich. „Auch wird die ausgeschilderte Geschwindigkeitsbegrenzung von vielen Verkehrsteilnehmern missachtet, was maßgeblich zur Ursache der erneuten Schäden beiträgt“, sagt Uehlendahl.

Das Schlimmste an der Mallinckrodtstraße verhindern

Jetzt also versucht die Stadt, das Schlimmste mit der verengten Fahrbahn und dem Tempo-30-Limit zu verhindern. Zusätzlich ließ sie eine Stahlplatte am kaputten Stück Straße verlegen, um die Stelle zu stabilisieren. Bewährt sich diese Methode, könnte die zweite  betroffene Spur der Mallinckrodtstraße ebenfalls eine solche Platte bekommen. Dann wäre sie für den Verkehr wieder frei. „Sollte dieses Provisorium jedoch wieder versagen, muss gegebenenfalls die Mallinckrodtstraße in diesen Bereich für den Verkehr weiter eingeschränkt bzw. ganz gesperrt werden, da wir die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleisten können“, so Uehlendahl.

Um das zu verhindern, ist die Stadt auf die Nutzer der Straße angewiesen. Sprich: Verkehrsteilnehmer sollten sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten, um Schlimmeres zu verhindern. Dazu hat die Stadt bereits mit der Polizei gesprochen und sie gebeten, an besagter Stelle verstärkt die Geschwindigkeit zu kontrollieren.