Verfolgungsjagd durch den Norden

Dortmund: Männer hetzen gefährliche Hunde auf Passanten - Polizei ruft Unterstützung

Zwei freilaufende Kangale sorgten in Dortmund für Unruhe. Die Polizei traf später eine Gruppe Männer, der die Tiere gehörten. Foto: Christoph Schmidt / dpa
+
Zwei freilaufende Kangale sorgten in Dortmund für Unruhe. Die Polizei traf später eine Gruppe Männer, der die Tiere gehörten. Foto: Christoph Schmidt / dpa

Horror in Dortmund-Scharnhorst. Eine Gruppe Männer hat Hunde auf Passanten gehetzt. Die Polizei musste eingreifen. Für einen 27-Jährigen wurde es brenzlig.

  • Die Polizei erhielt mehrere Hinweise zu frei laufenden Kangalen. 
  • Diese sollen mehrere Passanten angegriffen haben. 
  • Der Polizei gelang es nur mithilfe weiterer Unterstützung, die Tiere einzufangen. 

Dortmund - In der Nacht zu Samstag (15. Februar) hat die Polizei mehrere Hinweise von Anrufern bekommen, dass zwei Hirtenhunde (Kangale) frei und ohne ersichtlichen Halter in der Gegend Scharnhorst herumlaufen. 

Hunde verletzen mindestens einen Mann aus Dortmund

Die Hunde sollen gegen 1.41 Uhr über die Derne Straße / Im Karrenberg in Richtung Dortmund-Derne gelaufen sein. Am Scharnhorster Kirchenplatz haben die beiden Hunde mehrere Passanten angegriffen. Mindestens einer, ein Mann aus Dortmund (27), wurde durch einen Biss verletzt, wie RUHR24 berichtet.*

Er wurde zunächst vor Ort von Rettungskräften versorgt und anschließend zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Kurz darauf sollen sich die Kangale nahe der Straße "Buschei" bewegt haben, auch hier waren Passanten laut Pressestelle der Polizei nicht sicher vor den Hunden

Dortmund: Polizei findet Hunde erst nach einer Stunde

An das Einfangen der Hunde war zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu denken, stattdessen lieferten sich die Einsatzkräfte der Polizei eine Verfolgungsjagd. Die Tiere verschwanden immer wieder aus dem Sichtfeld der Polizei und tauchten erst gegen 3.00 Uhr in der Nähe des Hallenbades an der Gleiwitzstraße wieder auf. 

Als sie die Hunde endlich genauer lokalisieren konnten, stießen die Einsatzkräfte der Polizei Dortmund allerdings nicht nur auf die beiden Tiere: Eine etwa 15-köpfige Personengruppe hatte sich um die Kangale im Kreis versammelt und reizte die Tiere mit lauten und hetzenden Rufen zusätzlich. 

Gruppe in Dortmund ignoriert Platzverweis, Polizei braucht Verstärkung

Die Beamten wiesen die lautstarke Gruppe an, sowohl die Hunde in Ruhe zu lassen, als auch das Gebrüll einzustellen. Darauf reagierte keiner der Anwesenden, stattdessen soll sich ein 26-jähriger Dortmunder dadurch hervorgehoben haben, dass er eine Beamtin beleidigte. 

Er war auch einer derjenigen, die den daraufhin für alle ausgesprochenen Platzverweis nicht nachgingen. Erst mit der Unterstützung von weiteren Einsatzkräften gelang es den Beamten der Polizei Dortmund, die verbleibenden Personen von den Hunden zu trennen. Nun ermitteln sie gegen den Dortmunder wegen Beleidigung. 

Hunde in Dortmund in ein Tierschutzzentrum gebracht

Erst gegen 3.50 Uhr gelang es einem Diensthundeführer der Polizei die beiden Kangale einzufangen und schließlich der Feuerwehr zu übergeben. Diese brachte die Hunde mit einem Transporter in ein Tierschutzzentrum.

Video: Mit diesen Tipps wird dein Hund nicht aggressiv

Mittlerweile ist der Hundehalter der beiden Tiere bekannt. Wann und ob er die Kangale zurückbekommt, ist unklar. Die Polizei leitete aber Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen den Halter ein. 

Auch in Bochum verfolgten Beamte einenHund: Die kleine Frieda ist in Wuppertal ausgebüxt und wurde nach vier Tagen auf einer Ruhrinsel gefunden. Einsatzkräfte konnten das Tier wohlauf bergen und durch einen Chip identifizieren. lez 

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Mehr zum Thema