Bild: Daniel Bockwoldt/dpa

Polizeibeamten fiel in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (3. Januar) ein Kleinlaster auf, der falsch blinkte. Als sie den Fahrer daraufhin kontrollierten, stellten sie fest: Gegen den Mann lagen zwei Haftbefehle vor. So endete das falsche Blinken für den Fahrer in der JVA.

Um 2.40 Uhr nachts bemerkten Polizisten durch Zufall einen Lkw mit links eingeschalteten Blinker am Wieckesweg. Die Dortmunder Beamten wurden stutzig: Obwohl er nach links blinkte, bog der Fahrer des Fahrzeugs rechts auf den Brackeler Hellweg ab. Also hielten die Polizisten den LKW am Breierspfad erstmal an.

Gegen den Fahrer lagen zwei Haftbefehle vor

Bei der Personenüberprüfung stellten die Beamten fest, dass gegen den 33-Jährigen zwei Haftbefehle der Staatsanwaltschaft Wuppertal vorliegen. Autofahren durfte der Wuppertaler eigentlich auch nicht mehr: Das Straßenverkehrsamt Wuppertal hatte nämlich die Einziehung des Führerscheins angeordnet.

Den Fahrschein hatte der 33-Jährige letzte Nacht nicht dabei, allerdings auch nicht genug Bargeld, um seine Kaution zu bezahlen. Also nahmen die Polizisten ihn fest und brachten den Mann auf die Polizeiwache.

Sie hatten den Verdacht, dass der Lkw-Fahrer auch noch unter Drogen stand – was ein Drogenvortest bestätigt. Anschließend lieferten die Polizisten den Wuppertaler in der Justizvollzugsanstalt ab.

Fahrzeug war zur Entstempelung ausgeschrieben

Zu allem Überfluss durfte selbst der LKW eigentlich nicht mehr in den Straßenverkehr. Eine Überprüfung des Kennzeichens ergab, dass das Fahrzeug zur Entstempelung ausgeschrieben war. Die Beamten entsiegelten das Kennzeichen, ließen den Lkw am Anhalteort zurück und eröffneten auch eine Ermittlung gegen die Fahrzeughalterin.

Scheinbar hatte der verhaftete Fahrer zwei Mitfahrer aus Remscheid dabei – wie diese danach wieder nach Hause kamen, weiß die Polizei nicht.