Lichterfest Dortmund: Nach massiver Kritik - Stadt bietet diese Entschädigung an

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Lichterfest im Westfalenpark 2017 Foto: Oliver Schaper für RUHR24

Dortmund/NRW - Das Lichterfest in Dortmund ist auch Tage nach der Räumung noch Thema. Der Veranstalter steht in der Kritik. Die Stadt bietet nun eine Entschädigung an.

Das Lichterfest 2019 in Dortmund ist nach der kurzfristigen Räumung am Samstag (31. August) immer noch in aller Munde. Viele Besucher sind verärgert über die Herangehensweise des Veranstalters. Nun hat die Stadt entschieden, die Besucher zu entschädigen.

  • Das Lichterfest in Dortmund wurde wegen eines Unwetters zunächst abgebrochen und später fortgesetzt.
  • Einige Besucher fordern nun ihr Geld zurück.
  • Von der Stadt Dortmund gibt es nun eine Entschädigung.

Update, Mittwoch (4. September), 18.40 Uhr: Die Stadt Dortmund hat nun eine Entscheidung getroffen und die geht laut einem Bericht des WDR zugunsten einer Entschädigung für alle enttäuschten Besucher des Lichterfests.

Nach Lichterfest-Räumung: Entschädigung von der Stadt

Demnach soll es beim diesjährigen Winterleuchten im Westfalenpark ein zusätzliches Feuerwerk geben, zu dem der Eintritt frei ist. Die Stadt wolle damit den Ärger wiedergutmachen und kompensieren, den die Gäste des Lichterfestes hatten, so Sozialdezernentin Birgit Zörner.

Lichterfest Dortmund: Stadt arbeitet an Lösung

Update, Dienstag (3. September), 11.20 Uhr: Nach der Räumung des Lichterfests im Westfalenpark Dortmund, war die Enttäuschung bei vielen Besuchern groß. Auch, weil die Veranstaltung nach einer Unterbrechung dann doch noch weiterging. Jetzt denkt die Stadt über eine Wiedergutmachung nach.

Ob es sich dabei um eine Ersatzveranstaltung oder eine Wiedergutmachung anderer Art handeln wird, ist noch unklar. Anke Widow, Sprecherin der Stadt Dortmund: "Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung." Es sei aber noch nicht festgelegt, ob es tatsächlich eine Ersatzveranstaltung geben wird.

Trotz Unwetterwarnung: An den Kassen wurde weiter kassiert

Ursprungsmeldung, Sonntag (1. September): Eigentlich sollte das Lichterfest wieder ein schönes Familienfest werden mit einem großen Feuerwerk als Höhepunkt. Das Wetter machte den Besuchern aber einen Strich durch die Rechnung und der Park wurde geräumt. Diese Entscheidung stößt bei einem Großteil der Gäste auf Verständnis. Die Art und Weise der Evakuierung sorgt aber für großen Unmut.

Nach Angaben von gleich mehreren Besuchern soll es beim Verlassen des Westfalenparks ziemlich chaotisch zugegangen sein. Viele Besucher wurden nicht über den Grund der Räumung informiert und gerieten in Panik. Zudem soll es an den Parkausgängen zu Gedränge gekommen sein.

Was außerdem einen faden Beigeschmack liefert, ist die Tatsache, dass Besucher auch nach Bekanntgabe der Unwetterwarnung noch an den Kassen abkassiert und in den Park gelassen wurden. Viele Fordern nun ihr Geld zurück. Sogar eine Online-Petition wurde eingerichtet.

Stadt Dortmund bezieht Stellung zum Lichterfest

Auch die Fortsetzung des Events stößt den Beteiligten negativ auf. Zum einen, weil die Besucher aus dem Westfalenpark zum Gehen aufgefordert wurden und da von einer Absage die Rede war, woraufhin sich zahlreiche Gäste auf den Heimweg machten.

Zum anderen wurden mit der Fortsetzung vor allem diejenigen belohnt, die sich den Anweisungen des Veranstalters quasi widersetzt haben und im Park geblieben sind.

Auf einer Pressekonferenz hat die Stadt Dortmund am heutigen Montag (2. September) Stellung zu den Vorkommnissen bezogen. Dort sagte das Organisationsteam, dass man die Enttäuschung aller nachvollziehen könne, die das Bühnenprogramm verpasst haben. Die Kommunikation sei nicht so abgelaufen wie gewünscht.

Stadt denkt über eine Wiedergutmachung nach

Unter anderem habe es etwas gedauert bis die Information über die Räumung an den Kassenhäuschen angekommen ist, weshalb die Besucher weiter in den Park gelassen wurden.

Wie die Ruhr Nachrichten berichten, sagte Bernd Kruse von der Stadt Dortmund, dass die Besucher bald eine Entschädigung bekommen könnten: "Wir denken über eine Wiedergutmachung nach."

Norbert Labudda, technischer Leiter der Veranstaltung, fügte außerdem an, dass man die Leute, die trotz Evakuierung dageblieben sind, schlecht mit Gewalt aus dem Park hätte treiben können. Damit weist er die Kritik, man hätte die Leute dafür belohnt, sich der Anweisung zu widersetzen, zurück.