Bild: Entsorgung Dortmund GmbH

Laub im Herbst – so schön bunt und gefährlich zugleich. Denn wenn es nass wird, wird es extrem rutschig und eine echte Unfallgefahr. Deshalb arbeiten die Stadtbetriebe in Dortmund, Bochum und den anderen Städten im Ruhrgebiet auf Hochtouren um dem fallenden Laub hinterher zu kommen – mit mehr oder weniger sinnvollen Maßnahmen.

  • Das Laub im Herbst macht den Stadtbetrieben schwer zu schaffen – etwa 30.000 Kubikmeter Laub kehren die Mitarbeiter pro Saison weg.
  • In einigen Städten im Ruhrgebiet wie in Dortmund kümmern sich die Stadtbetriebe um die Entsorgung.
  • Mancherorts, wie zum Beispiel in Bochum, sind auch die Bewohner gefordert.

Laub: Stadtbetriebe in Dortmund rücken im Herbst mit Laubsäcken aus

Sobald das erste Blatt im Herbst von den Bäumen fällt, beginnt für die Mitarbeiter der Stadtbetriebe eine äußerst arbeitsintensive Zeit. Sie müssen den bunten Blättern zu Leibe rücken, die ohne Unterlass von den Bäumen fallen.

In Dortmund sorgt die EDG dafür, dass auf den Straßen und Bürgersteigen möglichst wenig Laub liegt. Denn das kann gefährlich werden – und nicht nur für Spaziergänger, sondern auch für Autos.

Aber auch die Bürger sind gefragt: Hat man besonders viel Laub im Garten oder fegt vorbildlich vor der eigenen Haustüre, soll der Abfall in die zur Verfügung gestellten Laubsäcke gepackt werden. Diese könnt ihr bei sechs Recyclinghöfen in Dortmund oder im Kundenbüro der EDG erwerben: Eine Rolle mit 12 Säcken kostet 1,50 Euro.

Laubsäcke in Dortmund: Wie sinnvoll ist die Aktion im Herbst?

Von Oktober bis Ende Dezember können die Laubsäcke gekauft und mit Laub vollgepackt werden. Stellt man sie rechtzeitig vor die Tür, werden die Säcke von den Mitarbeitern der EGD an den entsprechenden Tagen der Straßenreinigung abgeholt.

Die Säcke sind zwar praktisch zu handhaben, aber ökologisch weniger sinnvoll. Denn dabei handelt es sich um Plastik. Die Säcke sollen zwar kompostierbar sein, aber ihre Halbwertszeit ist extrem lange. Und in der Regel werden sie ohnehin verbrannt.

Wer deshalb die Möglichkeit hat, sein Laub im eigenen Garten, dem Komposter oder der Biotonne zu entsorgen, sollte darauf zurückgreifen. Vor allem im Komposter wird das Laub zu einem echten Wundermittel für den Boden umgewandelt – und ist auch noch umsonst.

Laub in Bochum: Verkehrssicherungspflicht ist oberstes Gebot

Auch in Bochum hat die Stadtreinigung im Herbst alle Hände voll zu tun. Nach eigenen Angaben schaffen die Mitarbeiter der USB bis zu 30.000 Kubikmeter Laub weg.

An sechs Tagen in der Woche sind die Laubjäger zehn Stunden lang im Einsatz. Und das mit Kehrmaschinen, Laubbläsern und Besen, um die Blätter schnellstmöglich von der Straße zu bekommen. Denn das oberste Gebot lautet: Verkehrssicherungspflicht.

Denn nasse Blätter können nicht nur Rutschgefahr im Verkehr bedeuten, sondern auch die Gullideckel und Abflüsse verstopfen. Gerade bei Starkregen im Herbst, kann es dann schnell zu Überschwemmungen in den Städten kommen. Das gilt es zu vermeiden.

Herbstlaub auf den Straßen: In Bochum sind die Bürger gefragt

Auch in Bochum sind die Bürger gefragt, aber nicht nur um das Laub aus dem eigenen Garten in den Griff zu kriegen, sondern auch, um die Stadtreinigung im Kampf gegen das Laub zu unterstützen.

Eigens dafür werden jährlich 3000 Laubkörbe aufgestellt. Fleißige Bürger können hier das Laub, das sie von den öffentlichen Straßen aufgefegt habe, reinfüllen. Grünabfälle wie zum Beispiel Zweige, Äste, Grünschnitt oder Erde haben darin jedoch nichts zu suchen.

Doch das klappt nicht immer so einwandfrei: Häufig landet auch sonstiger Müll in den Laubkörben in Bochum.

Herbst im Ruhrgebiet: So gehen die anderen Städte gegen das Laub vor

Die Städte im Ruhrgebiet sollen immer grüner werden: Das ist gut für das Stadtbild und gut für die Luftqualität. Es bedeutet aber auch, dass im Herbst besonders viele Blätter auf den Straßen liegen. Das sind die Maßnahmen der anderen Städte im Ruhrgebiet im Kampf gegen das Laub.

  • Auch in Essen werden jedes Jahr Laubsäcke verteilt. Hier stehen jedem Haushalt fünf Säcke zu – kostenfrei, aber nur für Laub von der Straße, nicht aus dem Garten.
  • In Duisburg kommen ebenfalls Säcke für das Laub zum Einsatz. Doch hier können gleich handelsübliche Müllsäcke verwendet werden. Allerdings sind hier die Bürger verpflichtet, sich um die Beseitigung des Laubs vor ihrem Haus zu kümmern.
  • In Mülheim an der Ruhr hält man es ähnlich wie in Dortmund mit dem Laub: Bürger können Laubsäcke erwerben oder ihr Laub zum Recyclinghof fahren.