Wie das Virus den Alltag verändert

„Verunsicherung war groß“: Reinigungskräfte im Klinikum Dortmund berichten von ihrer Arbeit während Corona

Im Klinikum Dortmund hat die Corona-Pandemie den Alltag verändert.
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Im Klinikum Dortmund werden seit Monaten Corona-Patienten behandelt. Das Personal geht an seine Grenzen. Auch für die Reinigungskräfte ist vieles anders.

Dortmund - Die Corona-Pandemie hat die Arbeit im Klinikum Dortmund in den vergangenen Monaten stark beeinflusst. Für das Personal auf der Intensivstation hat sich der Alltag verändert. Gemeinsam kämpfen Ärzte und Pflegepersonal dafür, dass sich das Virus nicht weiter ausbreitet.

KrankenhausKlinikum Dortmund gGmbH
Gründung 1874
AdresseBeurhausstraße 40, 44137 Dortmund

Klinikum Dortmund: Reinigungskräfte auf der Covid-Intensivstation berichten von ihren Erfahrungen

Einen großen Teil tragen auch die Reinigungskräfte im Klinikum Dortmund dazu bei. Doch wie reinigt man eigentlich ein Zimmer, in dem noch kurz zuvor ein infizierter Patient gelegen hat?

Andelka Dumancic und Katarzyna Szczesny arbeiten als Reinigungskräfte auf der Covid-Intensivstation im Klinikum. Auch für sie ergab sich vor fast einem Jahr eine ganz neue Situation. Die Frauen berichten davon, wie hoch die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus bei ihnen selbst war und wie Corona ihren Alltag verändert hat.

„Angst vor dem Namen Corona“: Reinigungskräfte im Klinikum Dortmund erzählen vom Beginn der Pandemie

„Am Anfang, also im Frühjahr 2020, ist die Verunsicherung beim Personal groß gewesen. Das war aber mehr die Angst vor dem Namen Corona, der durch die Medien ging“, erzählt Andelka Dumancic. Mittlerweile habe sich die Situation aber verändert. Das Team sei jetzt viel entspannter.

„Und für den Fall, dass es sehr viele stationäre Covid-Patienten gibt, existiert für unseren Bereich auch ein übergreifender Plan für beide Klinik-Standorte (Anm. der Redaktion: Klinikum Mitte und Klinikum Nord). Wir waren und sind also gut vorbereitet“, so Dumancic weiter.

Covid-Intensivstation im Klinikum Dortmund: mehr Arbeit für die Reinigungskräfte

Auch ihre Kollegin Katarzyna Szczesny bestätigt, dass die Arbeitsabläufe im Klinikum Dortmund schnell angepasst wurden. „Es gab sogar schon sehr früh für die von Covid betroffenen Stationen eine Reinigungskraft mehr pro Schicht.“

Und das sei auch gut so gewesen - immerhin stelle die Säuberung auf der Corona-Intensivstation vor allem einen zeitlichen Mehraufwand für die Reinigungskräfte dar (mehr News zu Corona im Live-Ticker auf RUHR24.de).

Andelka Dumancic und Katarzyna Szczesny arbeiten als Reinigungskräfte auf der Covid-Intensivstation im Klinikum Dortmund.

Zimmer-Reinigung dauert wegen Corona länger: Wände und Decken werden desinfiziert

Denn, wer denkt, die Säuberung eines Zimmers im Krankenhaus war schon vor Corona umfangreich, den können die beiden Frauen nun noch eines Besseren belehren. Eingepackt in Schutzkittel, FFP2-Maske und Handschuhen putzen und desinfizieren die Reinigungskräfte mittlerweile auch die Decken und Wände eines jeden Zimmers auf der Corona-Intensivstation.

„Jeden kleinsten Bereich wollen wir natürlich erwischen. Das ist aber kein Neuland – es gibt ja auch andere hoch infektiöse Krankheiten, bei denen wir die Patientenzimmer nach Entlassung putzen müssen. Wir sind also, wenn man so will, schon jahrelang Profis in diesem Bereich“, sagt Dumancic.

Klinikum Dortmund: Reinigungskräfte nehmen die neue Herausforderung durch Corona an

„Man ist jetzt noch aufmerksamer als vorher, fragt sich, ob man noch mehr desinfizieren könnte – natürlich Quatsch, aber man will seinen Job eben doppelt so gut machen“, ergänzt Szczesny.

Video: Lage auf Münchner Intensivstation entspannt sich leicht

Es sei klar, dass dich bei der Arbeit der Reinigungskräfte im Klinikum Dortmund durch Corona einiges verändert hat. „Aber natürlich nimmt man die neue Herausforderung an“, so Dumancic weiter. Sie ist sich sicher, dass sich irgendwann wieder alles normalisiert - und dann gebe es eben „eine neue Normalität.“

Klinikum Dortmund: Freiwillige Corona-Tests sind möglich

Damit sich die Situation und das Infektionsgeschehen schnellstmöglich wieder normalisieren, gibt es seit dem 12. Oktober 2020 im Klinikum Dortmund übrigens die Corona-Diagnostikstelle. Jeder, der möchte, kann sich vor Ort auf das Coronavirus testen lassen. Hierzu muss vorher ein Termin vereinbart werden.

Die entsprechende Teststelle liegt direkt am Haupteingang des Klinikums Dortmund. Die Kosten für den freiwilligen Corona-Test liegen bei 60 Euro.