Schon 1000 Neugeborene

Klinikum Dortmund: Riesiger Baby-Boom während Corona – Hebamme äußert Sorgen

Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf den Nachwuchs in Dortmund aus? Offenbar ganz gut, denn im Klinikum wurde vor Kurzem das 1000. Baby des Jahres geboren - viel früher als erwartet.

Dortmund - Trotz anhaltender Corona-Pandemie scheinen die Dortmunder noch Gefallen an der Familienplanung zu haben. Aus den aktuellen Zahlen des Klinikums geht hervor, dass die Krise die Geburtenrate nicht etwa drückt, sondern steigen lässt. Mit Baby Noah Alexander ist dort am 26. Mai 2021 das 1000. Baby des Jahres geboren worden.

KrankenhausKlinikum Dortmund
AdresseBeurhausstraße 40, 44137 Dortmund
Fachgebiete28

Klinikum Dortmund: Baby-Boom im Sommer 2021 - Noah Alexander ist das 1000. Neugeborene

Gegen 22.34 Uhr erblickte der Neuankömmling im Klinikum Dortmund völlig gesund das Licht der Welt. 57 Zentimeter groß und 3990 Gramm schwer - so die Eckdaten von Baby Noah Alexander. Auch die Mutter ist nach der Geburt „wohlauf“ und durfte mit ihrem Neugeborenen bereits nach Hause, teilt das städtische Krankenhaus in einer Pressemitteilung mit.

Das Besondere an Noah Alexander: Er ist das 1000. Baby, das in diesem Jahr im Klinikum zur Welt gebracht wurde - ein echter Jubiläumsspross sozusagen und das erste Kind für Mutter Lavinia Diehl, die selbst vor gut 21 Jahren im Klinikum (damals noch „städtische Kliniken“) zur Welt kam: „Ich freue mich auf den neuen Alltag mit Noah und natürlich auch darauf, ihn meiner Familie vorzustellen“, so die Dortmunderin. „Ich bin überglücklich, dass es dem Kleinen gut geht und gespannt auf das Familienleben.“

Baby-Boom im Klinikum Dortmund: Große Sorgen wegen Corona waren unbegründet

Wie das Klinikum mitteilt, sei das aktuelle Jahr 2021 bislang „äußerst geburtenstark“ verlaufen. Schon jetzt seien 130 Kinder mehr als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geboren worden. 2020 wurde das 1000. Baby erst am 17. Juni, also rund einen Monat später geboren.

Zu Beginn der Corona-Pandemie hatte die leitende Hebamme Margot Lefarth, die mit ihrem Team die Geburt von Noah Alexander betreuen durfte, deutlich pessimistischere Vorstellungen: „Wir hatten die Sorge, dass die Menschen stark verunsichert sind und die Geburten zurückgehen.“ Immerhin gab es keine Informationen darüber, inwiefern sich das Coronavirus auf Schwangerschaften auswirkt.

Im Klinikum Dortmund ist früher als in den Vorjahren das 1000. Baby geboren worden.

Leitende Hebamme Margot Lefarth befürchtete weniger Geburten wegen der Corona-Pandemie

„Aber seit Januar 2021 erleben wir ein monatliches Plus von etwa 20 bis 30 Geburten im Vergleich zum Vorjahr. Die Dortmunder zeigen sich von der Situation demnach eher unbeeindruckt“, so Lefarth weiter.

Darüber ob es einen Zusammenhang zwischen den steigenden Geburten und der Corona-Pandemie gibt, möchte sich die Hebamme jedoch nicht festlegen. Die aktuellen Zahlen seien mit Vorsicht zu genießen: „Man kann zum aktuellen Zeitpunkt keine eindeutigen Aussagen darüber tätigen, ob irgendwelche Zusammenhänge zwischen Corona und der Geburtenzahl bestehen.“

Noch keine sicheren Daten zu Corona-bedingtem Baby-Boom in Deutschland

Noch gibt es in Deutschland keine sicheren Anzeichen dafür, dass die Geburtenrate wegen Corona steigen wird. Laut aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes gebe es keine spürbaren Auswirkungen des letzten Lockdowns im Frühjahr.

Zwar sei die Zahl der Geburten zwischen Dezember 2020 und Februar 2021 um knapp ein Prozent im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum gestiegen, doch das könnte auch mit natürlichen Schwankungen zu tun haben.

Rubriklistenbild: © Klinikum Dortmund / Collage: RUHR24

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