Diese 6 einfachen Dinge könnt ihr in Dortmund jetzt sofort tun, um die Umwelt zu schützen

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Fridays for Future am 24. Mai auf dem Friedensplatz in Dortmund Foto: Bianca /Hoffmann/RUHR24

Dortmund/NRW - Der Klimaschutz zur Verhinderung des Klimawandels ist aktuell in aller Munde. Was können wir in Dortmund für die Umwelt tun? Wir haben 6 einfache Tipps.

Kohleausstieg, weniger CO2-Ausstoß, weltweite Aufforstung: Um den Klimawandel abzuschwächen, gibt es einige große Lösungen. Aber was kann Otto-Normal-Verbraucher in Dortmund konkret für die Umwelt tun? Wir haben 6 einfache Klimaschutz-Tipps, die jeder schnell umsetzen kann.

  • Klimaschutz lässt sich in Dortmund direkt vor der Haustür umsetzen - unter anderem in Sachen Verkehr und Konsum.
  • Um die Umwelt zu schützen, kann jeder mit bewusstem und einfachem Verzicht einen Beitrag leisten.

Bis 2050 will die Stadt Dortmund ihre Treibhausgase auf null zurückfahren. Jeder Bürger der Stadt kann dabei mithelfen - und zwar mit relativ einfachen Mitteln. Falls ihr prüfen wollt, wir eure CO2-Bilanz aktuell aussieht, dann schaut doch mal beim Rechner des Umweltbundesamts vorbei.

1. Obacht beim Einkauf

Jeder von uns geht einkaufen und fast jeder kauft Obst und Gemüse. Wer darauf achtet, Obst und Gemüse dann zu kaufen, wenn es in Dortmund und regional wächst, spart unnötige Transportwege - und damit die Freisetzung von CO2.

Beispiel: Im Frühsommer sprießen in Dortmund überall die Erdbeeren aus dem Boden. Nutzt die Zeit der Beeren und kauft regional möglichst aus Dortmund oder NRW. Wenn in Dortmund im Herbst die Äpfel geerntet werden, könnt ihr da dann zuschlagen - statt im Sommer Äpfel aus Neuseeland zu verspeisen. Das Umweltbundesamt hat noch weitere Tipps im Umgang mit Obst und Gemüse.

Übrigens: Über die Nutzung des Autos für den sonntäglichen Brötchen-Einkauf solltet ihr auch nachdenken. In den meisten Dortmunder Stadtteilen sind Bäckereien fußläufig oder mit dem Rad erreichbar. Und wenn man doch in der Pampa wohnt und der nächste Bäcker in zehn Kilometern Entfernung liegt: Schnell hochschalten, nicht rasen, Klimaanlage nur wenn es nötig ist einschalten. Das alles spart Sprit - und damit auch CO2.

2. Augenmaß beim Verkehr:

Nicht jede Autofahrt lässt sich in Dortmund vermeiden und es ist nicht jedermanns Sache, ständig und überall die Busse und Bahnen zu nutzen. Aber: Es würde schon was bringen, wenn jeder Dortmunder etwa für den gemütlichen Shopping-Trip in die Stadt das Auto stehen lassen würde. Immerhin: Unter den Verkehrsträgern ist die Straße der Klimasünder Nummer Eins – rund 18 Prozent der weltweiten Emissionen von Kohlenstoffdioxid wurden im Jahr 2015 durch Straßenfahrzeuge produziert. Die Sache mit dem Autofahren ist teilweise sogar so schlimm, dass das Umweltbundesamt den Sprit sogar um bis zu 70 Cent je Liter teurer machen würde.

Aus jedem Stadtbezirk fährt eine Stadt- oder eine S-Bahn in die Mitte. Und was die Preise betrifft: Eine Familie mit Eltern und zwei Kindern zahlt für die Hin- und Rückfahrt in die City in Dortmund insgesamt 18,40 Euro. Zum Vergleich: Ein Parkticket kostet für die Garagen in der Stadt bei einem Aufenthalt von bis zu vier Stunden 5,70 Euro. Dazu kommen Spritkosten, Verschleiß und "Nerven" für den Fahrstress.

Da kann sich jeder fragen, ob die Mehrkosten für die Umwelt sich nicht doch lohnen. Künftig wird Bahn-Fahren mit dem neuen VRR-Ticket zudem einfacher - und vielleicht auch etwas günstiger.

3. Köpfchen bei der Nutzung von Strom

Natürlich: Die Kohlekraftwerke in Deutschland haben mit rund 28 Prozent (2016) einen sehr großen Anteil am Ausstoß von Kohlendioxid. Aber nicht jeder hat Lust, seinen Stromanbieter in Richtung Öko-Strom zu wechseln - sei es aus Zeitnot oder aus Faulheit. Ist das der Fall, müssen andere Maßnahmen für den Klimaschutz her. Heißt: Die Stromsauger wie Mikrowelle, Kühlschrank und Co. auf den Prüfstand stellen. Braucht man wirklich einen Trockner? Und muss der Kühlschrank während des Urlaubs zwei Wochen oder länger eingeschaltet bleiben?

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4. Augen auf bei der Arbeit

Die penibelsten Sparfüchse mögen daheim auf ihren Stromverbrauch achten. Aber wie sieht es auf der Arbeit aus? Läuft der PC über Nacht? Brennt das Bürolicht übers Wochenende? Wird die Spülmaschine halbvoll angeworfen? Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt hört nicht an der Haustür auf, lautet hier das Motto.

5. Die Sache mit dem Fleisch und dem Klimaschutz

Nicht jeder möchte auf Fleisch verzichten und es ist immer noch eine ethische und moralische Frage, die jeder für sich beantworten muss, ob der Mensch berechtigt ist, Tiere zu töten. Aber jeder Dortmunder kann beeinflussen, wie viel Fleisch er isst.

Denn laut Umweltbundesamt verursacht die Produktion von einem Kilo Rindfleisch zwischen sieben und 28 Kilo Treibhausgasemissionen. Das Motto lautet hier: Weniger heißt in Sachen Umwelt- und Klimaschutz mehr. Kleiner Tipp für Dortmunder, die gar nicht auf Fleisch verzichten wollen: Wer statt des roten Fleisches von Säugetieren auf Hühnchen sowie Eier umsteigt und auf Milchprodukte weitgehend verzichtetet, kann damit damit seine Treibhausgasemissionen mehr als halbieren. Am wenigstens Treibhausgase unter den Menschen verursachen in Sachen Essgewohnheit übrigens Veganer.

6. Flüge und der Klimaschutz

Der Flughafen Dortmund ist auf Expansionskurs und es ist verlockend, für kleines Geld in den Urlaub zu fliegen. Aber Urlaub lässt sich in der Regel auch in der Nähe machen. Irgendwann lässt sich ein Flug aber wohl nicht vermeiden, weil man zum Beispiel den liebgewonnenen Freund in Georgien nicht per Bahn erreichen kann.

Die Frage ist nur, ob es jedes Jahr mehrere Flüge sein müssen. Denn noch noch ist der Anteil an CO2, den der Flugverkehr weltweit verursacht, bei "nur" etwa 2 bis 3 Prozent. Alle fünf Jahre ein Flug und den restlichen Urlaub ab Dortmund Hauptbahnhof in Richtung Europa - und es wäre schon ein kleiner Schritt getan um die Zahl des CO2-Ausstoßes im Flugverkehr weiter zu verkleinern.

Übrigens: Lässt sich ein Flug nicht vermeiden - etwas aufgrund eines dringenden beruflichen Termins - gibt es die Möglichkeit, die entstandenen Emissionen über "Atmosfair" berechnen und ausgleichen zu lassen. Das Geld fliest dann in Energiesparprojekte, die Treibhausgase vermeiden sollen.

Info

Der Naturschutzbund Deutschland hat eine Liste mit 77 Klimaschutz-Tipps erstellt. Auch das Umweltbundesamt gibt weitere Tipps.