Bild: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Seit Donnerstag ging an der Haltestelle Kampstraße im Herzen von Dortmund nicht mehr viel. An gleich vier U-Bahn-Linien wurde gebaut (U41, U45, U47 und U49). Jetzt ist klar: Ab Dienstagfrüh sind die Strecken wieder frei.

Update, Dienstag (19. Februar), 6.22 Uhr: Jetzt steht es fest: Die Bauarbeiten an der Kampstraße werden rechtzeitig fertig. In der Nacht auf Dienstag (19. Februar) gaben die Bauarbeiter die Gleise wieder frei.

Am Dienstag fahren die Stadtbahnlinien U41, U45, U47 und U49 also wieder ganz gewohnt die U-Bahn Haltestelle an und kommen wie immer im 10-Minuten-Takt.

Bauarbeiten waren windig und laut

Update, Montag (18. Februar), 7.36 Uhr: Noch einen Tag müssen Kunden der DSW21 mit der Sperrung an der Kampstraße Vorlieb nehmen – dann ist es geschafft. Aller Voraussicht nach am frühen Dienstagmorgen (19. Februar) ab 3 Uhr in der früh soll alles wieder planmäßig laufen. „Es sieht sehr gut aus“, sagte Projektleiter Diethard Wippermann am Sonntag den Ruhr Nachrichten.

Erstmeldung, Freitag (15. Februar), 12.10 Uhr: Es ist dieser Tage verdammt windig und laut an der Kampstraße, Dortmunds meist genutzter U-Bahn-Haltestelle. Dieselmotoren treiben Maschinen an, die den Schotter unter den Gleisen abtragen sollen. Lüfter sorgen dafür, dass die Luft im U-Bahn-Tunnel frisch bleibt.

Weil gleich vier U-Bahn-Linien von den Bauarbeiten an der Kampstraße (Ebene -1) betroffen sind, muss es schnell gehen mit der Sanierung der Haltestelle.

Kampstraße: Gefährliche Stolperfalle kommt weg

Nur vier Tage haben die Männer von Projektleiter Diethard Wippermann Zeit, die Gleise zu erneuern und abzusenken, damit der in Dortmund berüchtigte Höhenunterschied zwischen Gleis und U-Bahn ausgeglichen wird.

Baustelle an der Stadtbahn-Haltestelle Kampstraße. Foto: Daniele Giustolis/Dortmund24
Bauarbeiter an der Kampstraße tragen Schotter ab. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24
Baustelle an der Stadtbahn-Haltestelle Kampstraße. Foto: Daniele Giustolis/Dortmund24
Riesige Belüfter sorgen dafür, dass die Dieselabgase verweht werden. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Für die gefährliche Stolperfalle sorgt an der Kampstraße eine Besonderheit: Das Gleis verläuft in einer Kurve. Keine andere Haltestelle der Stadtbahn in Dortmund ist derart gebaut.

Baustelle an der Stadtbahn-Haltestelle Kampstraße. Foto: Daniele Giustolis/Dortmund24
Die Haltestelle Kampstraße verläuft in einer Kurve. Foto: Daniele Giustolis/Dortmund24

180 Tonnen Schotter wechseln die Bauarbeiter daher in diesen Tagen aus, tauschen die Gleise aus und senken diese ab. Am Ende wird der Spalt zwischen Bahn und Bahnsteig von 14 auf 9 Zentimeter verringert. Der Höhenunterschied wird auf 6 Zentimeter minimiert. Das wird Familien mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer oder anderweitig eingeschränkte Menschen freuen.

Arbeiten laufen den ganzen Tag

„Unsere Jungs arbeiten rund um die Uhr“, sagt Wippermann, während ein Bauarbeiter im Hintergrund Wasser auf den Schotter spritzt. So verhindert er, dass sich Staub des abgesaugten Schotters breitmacht.

Baustelle an der Stadtbahn-Haltestelle Kampstraße. Projektleiter Diethard Wippermann erklärt, was aktuell passiert. Foto: Daniele Giustolis/Dortmund24
Projektleiter Diethard Wippermann erklärt, was aktuell „unter Tage“ passiert. Foto: Daniele Giustolis/Dortmund24
Baustelle an der Stadtbahn-Haltestelle Kampstraße. Foto: Daniele Giustolis/Dortmund24
Bauarbeiter tragen Atemschutzmasken, um sich vor Abgasen und Staub zu schützen. Foto: Daniele Giustolis/Dortmund24

Bis Dienstag (19. Februar) um 3 Uhr will die DSW21 mit den Bauarbeiten fertig sein. Rund 120 Stunden werden die Bauarbeiter dann für die Umbaumaßnahmen benötigt haben. Dann können pro Wochentag wieder rund 900 U-Bahnen an der Kampstraße auf der Ebene -1 ein- und ausfahren. Kostenpunkt: 565.000 Euro.

„Riesiger Einschnitt“ für Kunden der DSW21

Für Nutzer der U-Bahn, das weiß auch Diethard Wippermann, ist die Baustelle „ein riesiger Einschnitt“. Umso glücklicher ist man bei der DSW21, dass aktuell bestes Wetter in Dortmund herrscht.

Baustelle an der Stadtbahn-Haltestelle Kampstraße. Foto: Daniele Giustolis/Dortmund24
Die Anzeigetafeln am Westenhellwege zeigen die Teil-Sperrung der Haltestelle an. Foto: Daniele Giustolis/Dortmund24

„Viele Kunden steigen zum Beispiel am Stadtgarten aus und laufen dann zum Hauptbahnhof“, erklärt DSW21-Pressesprecherin Britta Heydenbluth. Auch der Schienenersatzverkehr über den Wall würde gut angenommen, sagt sie.

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Auf weitere solcher aufwendigen Baustellen, wie an der Kampstraße, muss Dortmund sich laut Heydenbluth vorerst aber nicht einstellen – wohl aber auf Gleiserneuerungen.