Autotuner auf Erfolgskurs

„Da muss ich jetzt weinen“ – JP Kraemer wegen besonderem Projekt in Dortmund gerührt

Das „PACE!“-Museum an der B1 in Dortmund und Besitzer JP Kraemer.
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Der Dortmunder Autotuner JP Kraemer hat das Museum „PACE!“ an der B1 in Dortmund eröffnet.

JP Kraemer feiert, trotz Corona-Jahr, einen Erfolg. Er hat das Automobil-Museum „PACE!“ an der B1 errichtet. Das zeichnete jetzt sogar die Stadt Dortmund aus.

Dortmund – Die Überraschung bei den Fans und Followern war groß. Der Autotuner JP Kraemer (40) hat ein Automobil-Museum an der Dortmunder B1 eröffnet. Das hat auch die Stadt Dortmund mitbekommen. Diese haben das „PACE!“, wie das Museum heißt, nun besonders gewürdigt.

AutotunerJP Kraemer
Geboren12. September 1980 (Alter 40 Jahre), Plettenberg
UnternehmenJP Performance GmbH
SitzDortmund

JP Kraemer eröffnet Automobil-Museum „PACE!“ an der B1 in Dortmund

„Ich sehe mich schon verpflichtet, dass das Automobil und die Jugend wieder einen Weg finden, der noch echter, tiefer, näher und wirklicher ist, als er je war. Deswegen habe ich diesen Ort geschaffen. Ein Ort, der für uns alle da ist und der geschaffen ist, um zu bleiben“, kündigte der Autotuner auf YouTube das Museum an. Zuvor gab es bereits einige Monate Gerüchte um ein neues geheimes Projekt von JP Kraemer.

Das Video des Dortmunder Autotuners haben bereits knapp 850.000 Menschen gesehen (Stand: 23. Dezember). Kein Wunder also, dass JP Kraemer mit seinem Museum für viel Aufmerksamkeit sorgt. Auch wenn wegen der Corona-Pandemie das Automobil-Museum noch nicht eröffnen kann, hat es bereits seine erste Auszeichnung erhalten (alle News zu JP Kraemer auf RUHR24.de).

JP Kraemer mit Automobil-Museum an der B1: Stadt Dortmund erklärt Geschichte von „PACE!“

Das Museum „PACE!“ liegt zentral gelegen in einer ehemaligen Citroën- und Nissan-Niederlassung an der B1 in Dortmund. Und das Gebäude hat eine lange Geschichte hinter sich, die die Stadt Dortmund nun würdigen möchte. Daher ist das Gebäude zum „Denkmal des Monats Januar 2021“ gekürt worden.

Passend dazu, veröffentlichte die Stadt Dortmund in einer Pressemitteilung die Geschichte des Gebäudes. So habe der Kaufmann Hans Wilke das Autohaus an der B1 bereits im Herbst 1961 eröffnet. Da war der jetzige Eigentümer, JP Kraemer, noch gar nicht geboren. Und dieses Jahr war ein ganz besonderes Jahr und bedeutete für viele einen Umschwung.

JP Kraemer mit eigenem Museum: Gebäude von „PACE!“ steht seit 1961

So ist nicht nur der erste Mensch in den Weltraum geflogen, auch der Kalte Krieg spitzte sich immer weiter zu. Auch die Berliner Mauer ist im Jahr 1961 gebaut worden und spaltete die BRD und DDR noch weiter. Das Statistische Bundesamt meldete für 1961 gerade mal fünf Millionen Autos.

Das klingt nach wenig, doch hat sich die Zahl zuvor innerhalb von vier Jahren verdoppelt – ein riesiger Sprung. Das Auto galt nach und nach als ein Statussymbol, wurde aber auch notwendig für den Weg zur Arbeit. Rund zwei Millionen Autos wurden im Jahr 1960 in Deutschland produziert und rückte das Land auf Platz drei der weltweit größten Hersteller von Autos vor. Eine völlig neue Branche entstand.

Erster Inhaber Hans Wilke verkaufte an der Dortmunder B1 französische und italienische Autos

Aber auch die Nachfrage nach ausländischen Autos stieg, vor allem aus Frankreich und Italien. Hans Wilke ist auf den Zug aufgesprungen und sah seine große Chance. In seinem Autohaus an der B1 verkaufte Wilke daher Autos der Firmen Renault, Peugeot und Citroën.

Video: Sinnlose 142 km/h innerorts – JP Kraemer wird angezeigt

Als Namen wählte der Autohändler „Auto-Super-Markt“. Klingt für die heutige Zeit nach keinem geeigneten Namen, doch damals sprach dieser für Innovation und Moderne. Supermärkte waren damals auf dem Vormarsch, es wurde nicht mehr in einem kleinen Tante-Emma-Laden eingekauft.

Architekt Will Schwarz hat auch Gesundheitsamt in Dortmunder Innenstadt designt

Im zweiten Obergeschoss des „Auto-Super-Markt“ bot Hans Wilke Gebrauchtwagen an, wenn man sich einen italienischen oder französischen Neuwagen nicht leisten konnte. Im Gegensatz zu anderen Autohäusern am Westfalendamm in Dortmund, ist das Autohaus auch heute, trotz Sanierung, noch fast unverändert.

Architekt des Gebäudes war Will Schwarz. Dieser hat in Dortmund bereits die Bauten zur Bundesgartenschau 1959 übernommen und hat sogar das Gesundheitsamt in der Innenstadt designt. Mit dem Autohaus Wilke begann Schwarz, den rationalistischen, kantigen Architekturtendenzen der Sechzigerjahre zu folgen.

JP Kraemer kann Automobil-Museum „PACE!“ an der Dortmunder B1 wegen Coronavirus nicht eröffnen

Jetzt ist JP Kraemer der Besitzer des ursprünglichen „Auto-Super-Markt“ und hat ein Museum erstellt. „Das ist für mich super emotional. Ein wahnsinniges Projekt. Da muss ich jetzt weinen“, so der Autotuner mit Tränen in den Augen. Auf 4.000 Quadratmeter wird er nun die Geschichte des Autos präsentieren.

So sieht es im Inneren des „PACE!“-Museum von JP Kraemer aus. Das Gebäude ist an der B1 in Dortmund zu finden.

Doch noch darf das Museum nicht öffnen, denn laut der aktuellen Coronaschutzverordnung bleiben alle Museen, Kunstausstellungen, Galerien, Schlösse, Burgen und Gedenkstätten in NRW geschlossen. „(...) Wir freuen uns dann umso mehr, mit einem Spektrum vom Käfer bis hin zum Formel-1-Rennwagen in Auto und Zeitgeschichte eintauchen zu können“, so die Stadt Dortmund in der Pressemitteilung.

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