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Kurden in Syrien haben im Osten des Landes nach eigenen Angaben ein deutsches IS-Mitglied gefangen genommen. Er kommt gebürtig aus Dortmund.

Insgesamt seien bei einer Operation in dem Ort Hadschin acht Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aufgegriffen worden, teilte die Kurdenmiliz YPG am mit.

Der Deutsche trägt den Kampfnamen Abu Ibrahim al-Almani. Er ist laut YPG-Angaben 31 Jahre alt. Sprecher Redur Chelil sagte der Deutschen Presse-Agentur (dpa), der Mann sei in Dortmund geboren. Laut Ruhr Nachrichten (RN) soll es sich um Lucas G. handeln.

Lucas G. ging 2014 von Dortmund nach Syrien

Wie die RN berichten, soll Lucas G. im Sommer 2014 in das vom sogenannten Islamischen Staat beherrschte Territorium in Syrien eingereist und abgetaucht sein.

Wie der Spiegel berichtet, soll der 31-Jährige sich zuvor als Teenager in Dortmund radikalisiert haben. Die Bundesstaatsanwaltschaft sagte dem Spiegel, Lucas G. gehöre seit 2013 der Salafistenszene in Dortmund an. In der Westfalenmetropole soll er das Berufskolleg abgebrochen haben, um für den IS in den Krieg zu ziehen.

Wie der Spiegel berichtet, sollen Lehrer und Mitschüler zuvor gemerkt haben, wie G. sich merklich verändert habe.

Große Gebiete des IS erobert

Die von der YPG angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) haben unterdessen im vom Bürgerkrieg zerstörten Land große Gebiete vom IS erobert.

In ihren Gefängnissen sitzen Hunderte Extremisten, darunter auch mehrere Deutsche. Die Region um Hadschin nahe der Grenze zum Irak ist eines der letzten Gebiete Syriens unter Kontrolle der Terrormiliz.

Auswärtiges Amt weiß Bescheid

Der YPG zufolge planten die Festgenommenen einen Anschlag auf Zivilisten, um den SDF-Vormarsch aufzuhalten. Unter ihnen seien auch zwei Usbeken, ein Russe und ein erst 16 Jahre alter US-Amerikaner.

Aus dem Auswärtigen Amt hieß es am Mittwochabend, die Berichte über die Festnahme seien dem Amt bekannt. In Syrien sei eine konsularische Betreuung nach Schließung der Botschaft in Damaskus und aufgrund der weiterhin schwierigen Sicherheitslage faktisch nicht möglich. Für Syrien bestehe seit langem eine Reisewarnung. Mit dpa-Material