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Polizeibehörden in NRW sollen zu digitalen Vorreitern werden. Ab 2020 sollen alle Polizisten in NRW ein Smartphone erhalten. In Dortmund dürfen Polizisten schon jetzt das Arbeiten mit dem iPhone 8 testen.

  • Innenminister Herbert Reul will Polizeibehörden in NRW flächendeckend mit Smartphones ausstatten.
  • Dortmunder Polizisten gehören zu den ersten, die ein iPhone 8 erhalten.
  • Neben Dortmund nehmen Wesel und Recklinghausen an dem Pilotprojekt teil.

20.000 Geräte sollen die Digitalisierung der Polizeiarbeit ab 2020 vorantreiben. Zunächst dürfen sich aber nur Polizisten in Dortmund, Wesel und Recklinghausen über ein neues iPhone 8 freuen.

iPhone geht zuerst an Polizisten in Dortmund

Zunächst startet erstmal nur ein Pilotprojekt: Die drei Polizeibehörden testen acht Wochen lang für ihre Kollegen die Arbeit mit dem iPhone 8. Anschließend soll das Smartphone flächendeckend für Polizisten in NRW eingeführt werden.

Innenminister Herbert Reul freut sich über den Anbruch moderner Zeiten: „Damit werden wir im Bereich der mobilen Kommunikation die am besten ausgestattete Polizei Deutschlands sein.“ Weiter erklärt Reul: „Wir bringen die Technik an den Einsatzort und nicht den Einsatzort zur Technik.“

Von September 2019 an werden die Geräte nach und nach landesweit ausgeliefert. Ziel ist, bis zum Frühjahr 2020 alle Behörden mit dem Smartphone auszurüsten. Wie die neue, digitale Polizeiarbeit per Smartphone in Zukunft aussehen könnte, zeigt dieses Video.

Polizisten entlasten

Doch nicht jeder Polizist erhält sein eigenes iPhone. Manche Polizisten müssen mit einem „Pool-Gerät“ auskommen. Heißt: Mehrere Polizeibeamte teilen sich ein Gerät, welches sie für den Einsatz entleihen könne.

Durch den Einsatz der Smartphones erhofft sich Reul die Beamten bei ihrer täglichen Arbeit entlasten zu können. Mit den Smartphones soll es möglich sein, per Messenger miteinander zu kommunizieren, Abgleiche mit dem polizeilichen Datenbestand durchzuführen und Personalausweise, Führerscheine oder Kfz-Kennzeichen einzulesen.

Als nächsten Schritt soll die vollständige digitale Aufnahme leichter Verkehrsunfälle möglich sein. Auch die Identifikation von Personen durch ihren Fingerabdruck ist bald mit einem iPhone für die Polizisten möglich. Für mehr Sicherheit in NRW sollen aber noch weitere Projekte sorgen.

50 Millionen Euro für Smartphones

Für die Austattung der Polizisten mit dem Smartphone investiert NRW bis 2022 rund 50 Millionen Euro. „Wir wollen, dass unsere Polizistinnen und Polizisten bestmöglich ausgestattet sind“, so Reul.

Zuletzt hatte die Polizei in NRW viel mit der Bekämpfung der Clankriminalität zu tun.