Möbelhaus bleibt knallhart

Ikea greift hart durch: Warum eine Corona-Regel für Gegenwind sorgt

Ikea-Filiale in Dortmund
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Im Ikea in Dortmund gilt während der Corona-Pandemie eine strenge Maskenpflicht.

Bei Ikea gelten während der Corona-Pandemie strikte Regeln. Besonders eine Vorschrift bringt manche Kunden auf die Palme.

Dortmund - Die schwedische Möbelkette Ikea geht bei der Einhaltung der Maskenpflicht während der Coronavirus-Pandemie (alle Entwicklungen im NRW-Ticker) besonders streng vor. In allen Einrichtungshäusern in Deutschland sowie bei der Nutzung von „Click & Collect“ ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verpflichtend. Ein ärztliches Attest befreit Kunden davon nicht.

MöbelgeschäftIkea
EinrichtungshausDortmund
AdresseBorussiastraße 120, 44149 Dortmund

Ikea setzt während der Coronavirus-Pandemie auf strenge Maskenregeln

In der Vergangenheit hatte das bereits für Ärger in Kiel gesorgt. Dort setzte Ikea einen bekannten Corona-Gegner trotz Attest vor die Tür. Er wollte ohne Maske gemeinsam mit zwei weiteren Männern einen Kaffee im Möbelhaus trinken. Als eine Mitarbeiterin ihm nach der Vorlage des Attests ein Visier als Alternative anbieten wollte, lehnte er auch das ab.

Wie Ikea auf der eigenen Internetseite mitteilt, wird alternativ zur Maske auch ein Schal, Tuch oder Rollkragenpullover als Schutz akzeptiert. Wer aufgrund eines ärztlichen Attests keinen Mundschutz tragen kann, dem wird vom Möbelhaus ein Schutzschild angeboten, welches nach jedem Kunden desinfiziert wird. Mit Blick auf die Sicherheit der Kunden und Mitarbeiter bei Ikea könne man „dabei keine Ausnahme machen“.

Unzufriedenheit macht sich angesichts der strengen Corona-Regeln der beliebten Kette auch in Dortmund breit. Denn auch die Dortmunder Ikea-Filiale im Indupark Kley darf kein Besucher betreten, der weder Mundschutz noch Schutzvisier trägt. „In welcher Welt leben wir eigentlich?“, fragte sich eine Dortmunderin wenig verständnisvoll gegenüber den Ruhr Nachrichten (Bezahlartikel).

Ikea: Strenge Masken-Regeln sorgen für Ärger in Dortmund

Zusätzlich ärgerlich seien laut der Kundin Bemerkungen von vermeintlich gesunden Menschen. Sie würden bloß empfehlen, einfach daheim zu bleiben, wenn man keine Maske tragen kann, um andere nicht anzustecken. In der Chefetage des schwedischen Möbelgiganten ist man sich des Unmuts mancher Kunden durchaus bewusst (mehr Ikea-News auf RUHR24).

Man habe sich die Entscheidung hinsichtlich der strengen Masken-Regeln bei Ikea nicht einfach gemacht, betont eine Unternehmenssprecherin gegenüber den Ruhr Nachrichten. Man wolle damit Kunden und besonders auch die Mitarbeiter schützen. „Wir sehen hier ganz explizit auch unsere Verantwortung als Arbeitgeber, unsere Mitarbeitenden zu schützen.“

Video: Größter IKEA der Welt entsteht in dieser Traumstadt

Bestätigt wurde der eingeschlagene Corona-Weg bei Ikea durch die Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Sie würden den Weg befürworten, Menschen mit medizinischem Attest einen durchsichtigen Schutzschild anzubieten.

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