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Auf der Schnellstrecke zwischen Frankfurt und Köln hat ein Wagen eines ICE Feuer gefangen. Über 500 Menschen mussten am Freitag (12. Oktober) evakuiert werden.

Update, 13.42 Uhr: Nach dem Brand in einem ICE im Westerwald ist die Ursache des Feuers laut Bundespolizei noch unklar. Derzeit seien Spezialisten vor Ort, sagte ein Sprecher am Freitag in Dierdorf (Rheinland-Pfalz). Es sei auch ein Hubschrauber im Einsatz, „um einen Überblick zu bekommen vom Schadensort“. Der ICE sei beschlagnahmt.

12.10.2018, Rheinland-Pfalz, Dierdorf: Feuerwehrleute sind nach dem Brand eines ICE auf der Schnellstrecke zwischen Köln und Frankfurt in der Nähe von Montabaur mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Warum der letzte Zugteil in Brand geriet, war zunächst noch unklar. Foto: Thomas Frey/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit
Noch ist unklar, wie es zu dem Brand kommen konnte. Foto: dpa

Ermittelt werden soll vor allem, wann der Zug zuletzt in der Inspektion gewesen ist und ob es dort Auffälligkeiten gab. Beim Aussteigen verletzte sich laut Polizei ein Reisender am Sprunggelenk, vier weitere hatten Kreislaufprobleme wegen der Aufregung.

Gleisbett womöglich beschädigt

Noch sei offen, wann die Bahnstrecke wieder freigegeben werden könne. „Wir müssen erstmal diesen relativ großen Ereignisort absuchen“, sagte der Sprecher. Dann müsse das Wrack abgeschleppt werden, womöglich sei auch das Gleisbett beschädigt worden. Auf jeden Fall seien die Oberleitungen abgerissen. Die Unglücksstelle liegt in der Nähe der Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und Hessen.

Update, 13.30 Uhr: Ein mitfahrender Beamter der Bundespolizei hat die Evakuierung des brennenden ICE auf der Schnelltrasse von Frankfurt nach Köln maßgeblich in die Hände genommen, das berichtet die Deutsche Presse Agentur (dpa). Nach den Worten des Sprechers Christian Altenhofen bemerkte sein uniformierter Kollege den Rauch in dem Wagen und leitete die Rettung ein.

12.10.2018, Rheinland-Pfalz, Dierdorf: Feuerwehrleute sind nach dem Brand eines ICE auf der Schnellstrecke zwischen Köln und Frankfurt in der Nähe von Montabaur mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Warum der letzte Zugteil in Brand geriet, war zunächst noch unklar. Foto: Thomas Frey/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit
Feuerwehrleute sind nach dem Brand eines ICE auf der Schnellstrecke zwischen Köln und Frankfurt in der Nähe von Montabaur mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Warum der letzte Zugteil in Brand geriet, war zunächst noch unklar. Foto: dpa

Die Schwierigkeit zu dem Zeitpunkt sei unter anderem gewesen, dass der Zug im Westerwald noch an der Stromleitung hing. Der Bundespolizist habe um diese Gefahr gewusst und auch im Blick gehabt, dass in der Gegenrichtung noch Züge unterwegs sein könnten. Er habe daher die Menschen in einem bestimmten Korridor und in eine bestimmte Richtung aussteigen lassen.

Nach den Worten des Kreisfeuerwehrinspekteurs Werner Böcking waren zudem weitere Mitglieder von Hilfsorganisationen an Bord, sie konnten die Evakuierung routiniert begleiten.

Erstmeldung:

Warum der letzte Zugteil des ICE in Höhe der Ortschaft Dierdorf bei Montabaur in Rheinland-Pfalz am Freitag in Brand geriet, war zunächst noch unklar.

Das hintere Zugabteil hat gebrannt. Foto: dpa

Nach Angaben der Bundespolizei in Koblenz brachten Rettungskräfte 510 Menschen aus dem ICE. Die Passagiere kamen in ein nahe gelegenes Gemeindehaus. Nach Angaben der Deutschen Bahn brachten Busse sie dorthin. Verletzt wurde niemand.

ICE-Strecke gesperrt

Die Bahnstrecke zwischen Siegburg in Nordrhein-Westfalen und Montabaur wurde gesperrt. Pendler zwischen Köln und Frankfurt müssen mit Zugausfällen und Verspätungen von bis zu 90 Minuten rechnen.

Nach Angaben der Deutschen Bahn wurden rund 500 Fahrgäste in Sicherheit gebracht und mit Bussen nach Montabaur gebracht. Foto: dpa

Aufgrund der Rauchentwicklung und der Löscharbeiten musste zudem die vielbefahrene Autobahn 3 zwischen Dierdorf und Ransbach-Baumbach zunächst in beide Richtungen gesperrt werden.

Am Vormittag wurde die A3 dann zumindest in Fahrtrichtung Köln wieder freigegeben, wie ein Sprecher der Autobahnpolizei in Montabaur sagte.

In Richtung Frankfurt dauerte die Sperrung noch an, der Verkehr wurde dem Sprecher zufolge in Dierdorf auf eine Bundesstraße abgeleitet. (dpa)