Bild: Ralf Hirschberger/dpa

Nichts ist ärgerlicher, als auf dem Weg zu einem wichtigen Termin in einen Hundehaufen zu treten. Mit Gratistüten und Bußgeldern wollen NRW-Städte dem Problem entgegentreten. In Dortmund scheint das Konzept aber nur teilweise zu funktionieren.

Stinkender Kot unterm Schuh oder eklige Spuren am Fahrradreifen: Hundehaufen auf dem Gehweg, im Park oder auf dem Spielplatz sorgen oft für Ärger. Auch in Dortmund sind die widerlichen Hinterlassenschaften ein Thema.

50 Euro kostet es hier, wenn der Ordnungsdienst die Täter „in flagranti“ erwischt. In besonderen Bereichen wie Spielplätzen werden sogar 75 Euro fällig.

Kotbeutel für Hundehaufen in Dortmund kaum genutzt

Um dem vorzubeugen haben viele Städte Kotbeutelspender eingeführt, die den Besitzern beim Beseitigen der Häufchen helfen sollen. In Dortmund scheint das Konzept allerdings nicht zu funktionieren.

Denn mit den Gratistüten hat die Stadt eher schlechte Erfahrungen gemacht. Viele würden die Beutel aus den Spendern reißen, ohne sie danach überhaupt zu verwenden. In anderen Städten in NRW wie Duisburg und Münster hingegen scheinen die Beutelspender besser anzukommen.

Die Idee einer DNA-Hundekot-Datenbank

Weil viele Hundebesitzer nur selten auf frischer Tat ertappt werden, kam in der Nähe von Köln die Idee einer „DNA-Hundekot-Datenbank“ auf. Über Hundespeichel-Abstriche sollte eine Datenbank aufgebaut werden. Anhand der DNA des Haufens solle sich so der Übeltäter überführen lassen.

Die Idee wurde kurz darauf aber wieder verworfen. Der Grund: Viele Hundebesitzer gehen auch in anderen Orten mit ihren Hunden spazieren – und diese sind folglich nicht in der Datenbank der jeweiligen Stadt registriert. mit dpa-Material