Hoeschallee soll Nordstadt aufwerten

Der Borsigplatz in Dortmund. Foto: Wikimedia Commons, CC-BY-SA-2.0-DE, -ani-
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Der Borsigplatz in Dortmund. Foto: Wikimedia Commons, CC-BY-SA-2.0-DE, -ani-

Dortmund/NRW - Die Hoeschallee soll kommen und die Nordstadt aufwerten. So sollen vor allem die Wohngebiete rund um den Borsigplatz vom Schwerverkehr entlastet werden.

Die Hoeschallee soll kommen. Und sie soll die Nordstadt aufwerten. So sollen vor allem die Wohngebiete rund um den Borsigplatz vom sogenannten Schwerverkehr entlastet werden.

Die Planungen sehen ein großräumiges Konzept vor, um die gesamte Nordstadt und insbesondere die Wohngebiete des "Borsigplatzquartiers" vom sogenannten Schwerverkehr zu entlasten. Außerdem soll so die Nordstadt mit nutzbaren Grünflächen in Form eines "Grünen Rings" versorgt werden.

Hauptbestandteil der Planung ist die Errichtung der künftigen Hoeschallee, die im Süden aus der Brackeler Straße ausschwenkt und in nordwestliche Richtung über das Gelände der Westfalenhütte führt.

Neue Buslinie soll bessere Anbindung schaffen

Früher arbeiteten 25.000 Menschen auf der Westfalenhütte. Heute entwickelt die Stadt die Fläche zu einem riesigen Logistik-Areal. Immer mehr Unternehmen siedeln sich dort an – auch Amazon baut derzeit ein Verteillager – die Stadt schafft mit der neuen Buslinie 416 eine bessere Anbindung an das Gelände.

Zur Hoeschallee werden auch Brücken gehören. Mit der Brücke an der Hildastraße wird die Hoeschallee an die Bornstraße angeschlossen. Diese "Nordspange" wird am Südrand der Kleingartenanlage "Am Waldfried" nach Westen weiter geführt und soll später über bestehende Straßen (Dammstraße, Seilerstraße, Pottgießerstraße, Westererbenstraße, Weidenstraße und Lindberghstraße) weiter bis zur L609n (NS IX) verlaufen.

Durch die Planung der neuen Hoeschallee wird das ehemals zusammenhängende Hüttenwerk von ThyssenKrupp im südlichen Bereich Höhe der Springorumstraße getrennt und in zwei Bereiche zerschnitten. Deswegen entsteht auch hier eine Brücke.

Ebenfalls quert die neue Hoeschallee im Norden in Höhe der Hildastraße die Bahnanlagen der DB AG (Intercitystrecke Dortmund - Münster / Gronau). Die Hoeschallee wird hier über eine weitere Brücke über den Grünen Ring und die Bahnanlagen geführt.

Kosten: Rund 1,6 Millionen Euro

"Um insgesamt die kurzfristige Realisierung der Straßen- und Ingenieurbauwerke zu ermöglichen, sollen bereits mit dem Satzungsbeschluss des Bebauungsplans InN 219 - Haupterschließung Westfalenhütte - die Förderanträge für den Bau der "Hoeschallee" gestellt werden", heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Dortmund.

Und weiter: "Daher ist bereits vor der Rechtskraft des Bebauungsplans InN 219 - Haupterschließung Westfalenhütte - erforderlich, mit der konkreten Brückenvorplanung zu beginnen. Nur so können die komplexen Planungs- und Abstimmungsprozesse insbesondere unter Beteiligung Dritter (Bahn AG) rechtzeitig erfolgen und im Ergebnis ein zusammenhängender Trassenausbau ausgeführt werden."

Die Kosten dafür sind mit 1,6 Millionen Euro veranschlagt worden.