Hema-Eröffnung: Großer Hype und viel Ramsch

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Dortmund/NRW - Seit heute ist der Westenhellweg um ein Geschäft reicher. Die holländische Kaufhauskette Hema hat hier ihre Zelte aufgeschlagen und lockt  vor allem weibliche Kunden mit niedrigen Preisen und breiter Produktpalette.

Seit Freitag (6. April) ist der Westenhellweg um ein Geschäft reicher. Die holländische Kaufhauskette Hema hat hier ihre Zelte aufgeschlagen und lockt vor allem weibliche Kunden mit niedrigen Preisen und breiter Produktpalette.

Heimlich, still und leise hat die Hema-Filiale an Dortmunds bekanntester Shoppingmeile zwar schon am gestrigen Donnerstag ein Soft Opening gefeiert, aber die große Eröffnung war auf den heutigen Freitag datiert. Mit DJs, Luftballons und zahlreichen Angeboten wurden die Besucher begrüßt, die in Massen in das dreigeschossige Kaufhaus strömten.

"Man bekommt alles, was man mit einem Holland-Besuch verbindet"

Doch was reizt die Dortmunder so an Hema? "Hier bekommt man alles, was man mit einem Holland-Besuch verbindet", erklärt die Dortmunderin Nancy Schieferbruch. Und tatsächlich: Vor allem die Lebensmittelpalette kann mit fast allen holländischen Spezialitäten aufwarten. Egal ob Sirupwaffeln, Schokolade oder Lakritze. Auf den 900 Quadratmetern finden sich außerdem Produkte aus den Bereichen Büro, Deko, Baby und Kind, Wohnen, Kochen sowie Beauty und Bad. Alles hip und modern präsentiert.

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Und genau hier liegt der Unterschied zu den ramschigen Ein-Euroläden, die die Innenstädte aktuell überfluten. Die Regale sind nicht überladen, die Produkte logisch sortiert und es liegt nicht überall der Duft von Chemie in der Luft. Außerdem strahlen die Mitarbeiter – zumindest am Eröffnungstag – Hilfsbereitschaft und Lockerheit aus. Das steckt die Kunden an, sodass selbst bei all dem Trubel keine Hektik entsteht.

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Ramsch bleibt Ramsch

Das kann dennoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Vieles Ramsch bleibt. Badehauben mit Melonenmotiv, kitschige Vasen und schlecht verarbeitete Küchenutensilien landen dennoch zuhauf in den pinken Warenkörben der Dortmunder. Präsentation ist häufig alles.

Vorsicht ist auch bei den Preisen geboten. Zwei Schälmesser für einen Euro oder Pfannen für 4,50 Euro fallen sicher unter die Kategorie "Schnäppchen". Wer allerdings den hauseigenen Kulturbeutel auffüllen möchte, kommt woanders wahrscheinlich günstiger weg.