Polizeimaßnahme

Hauptbahnhof Dortmund und Bochum: Schraubenzieher kann 200 Euro Strafe kosten

Ein Polizeiauto steht vor dem Dortmunder Hauptbahnhof
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Die Bundespolizei richtet in den Hauptbahnhöfen Dortmund und Bochum eine Waffenverbotszone ein.

Die Hauptbahnhöfe in Bochum und Dortmund werden zu Waffenverbotszonen. Was bedeutet das für die Reisenden?

Dortmund/Bochum – Die Bundespolizei greift durch. Weil es in der Vergangenheit immer wieder zu teils schweren Angriffen mit Messern und Schusswaffen in den Bahnhöfen von Dortmund und Bochum gekommen ist, wird in der kommenden Woche eine Waffenverbotszone in beiden Hauptbahnhöfen eingerichtet.

Waffenverbotszone im Hauptbahnhof Dortmund – Was bedeutet das für die Reisenden?

Trotz Corona-Maßnahmen verzeichnet die Bundespolizei in Dortmund und Bochum keinen nennenswerten Rückgang der Gewalttaten, heißt es in einer Pressemitteilung. Stattdessen kommt es immer wieder zu teils schweren Delikten – wie beispielsweise ein Messerüberfall auf eine Buchhandlung im Dortmunder Hauptbahnhof.

Um dem Einhalt zu gebieten, richtet die Bundespolizei in der Zeit von Mittwoch (16. November), ab 18 Uhr, bis Montag (21. November) Waffenverbotszonen in den Hauptbahnhöfen von Bochum und Dortmund ein. Die Verfügung gilt täglich von 15 bis 6 Uhr.

Auch am Hauptbahnhof in Bochum will die Bundespolizei verstärkt kontrollieren.

Waffenverbotszone im Hauptbahnhof Bochum – Bundespolizei will verstärkt kontrollieren

Was bedeutet das? Die Bundespolizei verstärkt ihre Kontrollen von Reisenden und von Menschen, die sich im Bahnhofsgebäude aufhalten. Grundsätzlich ist das Mitführen von Schuss-, Hieb-, Stoß- und Stichwaffen sowie Messern aller Art verboten. Das Verbot gilt in den Bahnhofsgebäuden sowie im Gleisbereich. Die U- und Stadtbahnen sind von diesem Verbot ausgenommen.

Was unterscheidet jetzt eine Waffenverbotszone von einem Bereich, in dem ein solches Verbot nicht gilt? Ist das Tragen von Waffen nicht generell verboten? Auf Nachfrage von RUHR24 antwortet die Bundespolizei, dass auch Gegenstände, die potenziell als Waffen geführt werden könnten, in einer Waffenverbotszone untersagt sind. Dazu zählen unter anderem: Taschenmesser, Küchenmesser, Cuttermesser oder auch ein Schraubendreher.

Personen, die gegen das Verbot verstoßen, müssen mit einem Platzverweis, einem Fahrverbot für die Bahn sowie einem Zwangsgeld in Höhe von 200 Euro rechnen. Plakate sollen zudem auf die angekündigte Maßnahme der Polizei hinweisen. Bereits im Februar 2022 galt eine Waffenverbotszone in Dortmunds Hauptbahnhof.

Damals sei eine zweistellige Anzahl von Messern und Schlagstöcken, sowie Pfefferspray/ Tierabwehrspray im Hauptbahnhof Dortmund festgestellt worden, teilt die Bundespolizei gegenüber RUHR24 mit.

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