Bild: Daniele Giustolisi/RUHR24

Ein 16-Jähriger hat am Dienstag (9. Juli) einen Baum im Westpark in Dortmund mit dem Hakenkreuz besprüht. Eine politische Motivation für seine Schmierereien streitet er aber ab.

  • Der Jugendliche gibt an, aus Langeweile gehandelt zu haben.
  • Die Polizei nahm den 16-Jährigen fest.
  • Er sprühte mehrere Graffitis, darunter auch eines, das ein Hakenkreuz zeigt.

Polizisten nahmen den 16-Jährigen fest, nachdem er mehrere Bäume im Dortmunder Westpark mit Graffitis besprüht hatte. Grund für die Festnahme ist vor allem, dass der Jugendliche auch ein Hakenkreuz auf einen Baum sprühte.

Westpark: Hakenkreuz auf Baum gesprüht

Ein aufmerksamer Zeuge meldete sich gegen 16.50 Uhr bei der Polizei. Jugendliche würden im Westpark Bäume besprühen.

Vor Ort konnten die Beamten neben einigen Zeugen auch einen 16-jährigen Tatverdächtigen feststellen. Mehrere Bäume waren mit Graffitis besprüht. Ein Graffiti zeigte ein Hakenkreuz. Der 16-Jährige gab an, dass er die Bäume aus Langeweile besprüht hätte. Politische Hintergedanken habe er nicht gehabt.

Der 16-Jährige ist polizeilich nicht einschlägig bekannt und nicht der rechten Szene zuzuordnen. Zur Zeit ist er ohne festen Wohnsitz. Allerdings steht er im Verdacht, für weitere Graffitis ähnlicher Art verantwortlich zu sein.

Ein ähnlicher Fall war im Mai bekannt geworden. Damals war die Gesamtschule in Dorstfeld mit Hakenkreuzen beschmiert worden. Auch im Vorfeld des Festi Ramazan in Dortmund, gab es Hakenkreuz-Graffities.

Hakenkreuz: Verwendung in der Öffentlichkeit ist strafbar

Für den Jugendlichen könnte die Vertreibung seiner Langeweile handfeste Folgen haben. Denn, das Sprühen eines Hakenkreuzes ist kein „dummer Jungenstreich“, wie die Polizei mitteilt.

Stattdessen erfüllt die Aktion nicht nur den Tatbestand der Sachbeschädigung, sondern ist auch strafbar: Es liegt das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vor. Das wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe bestraft.

Die Beamten übergaben den 16-Jährigen der Jugendschutzstelle.