Leben am Wasser

Dortmund Hafen: Das neue Quartier nimmt Formen an - Brücke über den Kanal geplant

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Am Hafen von Dortmund soll es künftig so aussehen.

Bald entsteht ein neues Quartier am Hafen in Dortmund. Die Stadt gibt weitere Pläne bekannt. Das soll in der Speicherstraße passieren. 

  • Die Stadt Dortmund hat weitere Details zum Umbau des Hafenquartiers bekannt gegeben.
  • Entlang der Speicherstraße entsteht ein Quartier für Arbeit und Freizeit.
  • Direkt am Kanalbecken gibt es eine Neuerung.

Dortmund - Die Pläne für den Umbau eines Randbereiches des Dortmunder Hafens zu einem kleinen, urbanen Quartier nehmen immer weiter Form an. Am Montag (13. Januar) hat die Stadt nun die Pläne für die Entwicklung der nördlichen Speicherstraße bekannt gegeben. Was im südlichen Abschnitt passiert, ist bereits seit mehreren Monaten bekannt. Hier entsteht ein großes Bürogebäude namens "Leuchtturm" am Santa-Monika-Anleger sowie der "Lensing Media Port", wo der Verlag Lensing Media (wozu auch RUHR24.de gehört) seine digitalen Angebote bündeln will.

Hafen Dortmund: So geht es an der nördlichen Speicherstraße weiter

Außerdem stehen der Bau eines Gründungs- und Innovationscampus, der Akademie für Theater und Digitalität oder dem Heimathafen Nordstadt im südlichen Bereich der Speicherstraße fest.

Umso gespannter dürften viele Bürger von Dortmund sein, was an der nördlichen Speicherstraße passiert - etwa mit dem Partyschiff "Herr Walter". Die Stadt hat gute Neuigkeiten: Das Schiff am nördlichen Ende des Kanals darf seinen Platz an der Spundwand behalten. Und überhaupt: Die international renommierten "Cobe Architects" haben in ihrem Siegerentwurf für das Areal am Wasser versucht, möglichst viele Bestandsgebäude zu erhalten - was wiederum der Stadt gefällt. 

Das neue Quartier, so Dortmunds Planungsdezernent Ludger Wilde, werde sich "wunderbar mit den Bestandsstrukturen vernetzen und die Basis für eine attraktive Nachbarschaft aller Nutzer darstellen." Damit könne in Fortführung der Planungen für die südliche Speicherstraße ein "neues lebendiges Quartier" geschaffen werden, so Wilde weiter.

Dortmund will am Hafen ein lebendiges Quartier erschaffen

Lebendig soll das Quartier werden, in dem dort künftig private und öffentliche Dienstleistungen erbracht werden. Nicht nur zum Arbeiten soll die Speicherstraße genutzt werden, sondern auch in Sachen Freizeit. Cafés und Restaurants sollen Teile der Promenade am Wasser künftig säumen - allerdings eher im Süden des Areals.

Am Hafen von Dortmund soll es künftig so aussehen.

Was das Thema Arbeit betrifft, hat die Wirtschaftsförderung der Stadt Dortmund vor allem Start-ups und kleinere Unternehmen als mögliche Mieter der Immobilien im Blick. Aber auch größere Unternehmen sollen ihren Platz am Wasser finden können - vor allem in den größeren Hallen, die erhalten bleiben.

Brücke am Hafen Dortmund verbindet künftig beide Kanalseiten

Spannende Neuerung: Die beiden Kanalseiten am sogenannten Schmiedinghafen soll künftig eine schwenkbare Brücke nach historischem Vorbild miteinander verbinden. Sie befindet sich in etwa dort, wo das Kanalbecken einen Knick macht. Darauf geachtet haben die Planer zudem, dass der Zugang zur benachbarten Kleingartenanlage "Hafenwiese" nicht komplett zugebaut wird. Vor allem Anwohner und Kleingärtner hatten darauf Wert gelegt.

Pascal Ledune, stellvertretender Geschäftsführer der Dortmunder Wirtschaftsförderung, will in dem Entwurf der "Cobe Architects" sogar den "Charme der Nordstadt" erkennen. So wird zum Beispiel das bereits vorhandene Gebäude "Speicher 100" - das ein Medien- und Kulturkollektiv beherbergt - am Ende des Kanalbeckens erhalten bleiben.

Im Schutz eines Hallendaches sollen am Hafen künftig öffentlichen und privaten Dienstleistungen erbracht werden.

Auch die eigentlich zum Abriss vorgesehene Knauf-Interfer-Halle wird nicht abgerissen. Für einen Ort der Begegnung und ein bisschen "Luft" am Wasser soll unterdessen der geplante Quartiersplatz auf Höhe der neuen Brücke sorgen.

Wie neue und alte Gebäude am Hafen von Dortmund am Ende genutzt werden, ist derzeit noch nicht endgültig geklärt. Der Planungsprozess soll auch mit künftigen Nutzern besprochen werden. Bis 2025 sollen die meisten Vorhaben aber realisiert sein. Bürger hatten bereits im Rahmen einer "Bürgerwerkstatt" im Juni 2019 die Gelegenheit, ihre eigenen Ideen für die nördliche Speicherstraße einfließen zu lassen.

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