Hafen-Umbau in Dortmund: Jetzt forciert die Stadt das nördliche Quarter - das ist geplant

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Gebäude am Dortmunder Hafen. Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24

Dortmund/NRW - Dortmund soll im Hafen ein hippes Quartier bekommen. Der südlich Abschnitt der Speicherstraße ist durchgeplant, jetzt geht es an den nördlichen Bereich.

Dortmund soll an seinem Hafen ein neues und hippes Quartier bekommen. Während der südliche Abschnitt der Speicherstraße schon durchgeplant ist, geht es jetzt an den nördlichen Bereich. Das ist geplant.

  • Die Stadt Dortmund möchte aus der Speicherstraße ein Quartier mit gemischter Bebauung machen.
  • Der Schwerpunkt liegt auf Büros, Gewerbe und Digitalisierung.

Münster oder Duisburg haben bereits schicke Ausgehviertel an ihren Häfen. Dortmund ist gerade dabei, eines zu bauen. Aber in der Westfalenmetropole es geht nicht nur ums Ausgehen, sondern in erster Linie ums Arbeiten.

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Planungen für Hafen-Umbau schreiten voran

Die Planungen für das neue Viertel entlang der Speicherstraße nehmen nach und nach Konturen an. Für den südlichen Abschnitt sind die Planungen mehr oder weniger abgeschlossen.

Hier entsteht ein großes Bürogebäude namens "Leuchtturm" am Santa-Monika-Anleger sowie der "Lensing Media Port", wo der Verlag Lensing Media (wozu auch RUHR24.de gehört) seine digitalen Angebote bündeln will.

Außerdem stehen der Bau eines Gründungs- und Innovationscampus, der Akademie für Theater und Digitalität oder dem Heimathafen Nordstadt im südlichen Bereich der Speicherstraße fest. Am Ende, so die Stadt, könnten am Hafen bis zu 5000 neue Arbeitsplätze entstehen. Das ganze soll am Ende auch mit Gastronomie garniert werden.

Mehr oder weniger ohne Konzept steht dagegen bislang der nördliche Abschnitt des Quartiers da. Hier dominiert derzeit das Party-Schiff "Herr Walter" das Geschehen. Außerdem steht am nördlichen Ende des Hafenkanals das Gebäude "Speicherstraße 100", das ein Medien- und Kulturkollektiv beherbergt.

Stadt will gemischtes Quartier an der Speicherstraße errichten

Rund 9,4 Hektar ist das noch zu bebauende Gebiet groß. Die Stadt plant hier ein gemischtes Quartier mit den Schwerpunkten Büros, Gewerbe und Digitalisierung. Eine Bürgerwerkstatt hatte kürzlich erste Konzepte dazu erarbeitet.

Um die Planung voranzutreiben, hat die Stadt einen nichtoffenen städtebaulichen Wettbewerb ausgelobt. Geht es in der südlichen Speicherstraße zum größten Teil um den Umbau von Bestandsgebäuden, sollen im nördlichen Bereich vorrangig Neubauten errichtet werden. Bis 2025 sollen die meisten Vorhaben realisiert sein.

Unterdessen äußern Anwohner Bedenken an den Planungen für die Speicherstraße. Sie befürchten, dass diese an ihren Interessen vorbeigehen. Immer wieder kommt der Wunsch nach öffentlichen Plätzen auf, die für alle nutzbar sein sollen. Denn: Grundsätzlich stehen die Anwohner dem Umbau offen gegenüber. Bedingung für viele ist aber immer wieder, dass bestehende Gebäude wie die "Speicherstraße 100" und "Herr Walter" bestehen bleiben.

Im Duisburger Hafen gibt es aktuell Probleme mit kostenlosen Zigaretten für Gäste - die werden wohl vom Steuerzahler bezahlt.