Großeinsatz

Dortmund Hafen: Fieser Streich ruft Feuerwehr-Taucher auf den Plan

Dortmund Feuerwehr Hafen
+
Tauchen nach Trümmern: Großeinsatz der Feuerwehr am Dortmunder Hafen.

Wasserschutzpolizei und Feuerwehr mussten am frühen Morgen zum Dortmunder Hafen ausrücken. Für einen Einsatz der Taucher musste das Hafenbecken gesperrt werden.

Dortmund – Seit den frühen Morgenstunden waren am Mittwoch (10. November) in Dortmund Feuerwehr, Taucher und die Wasserschutzpolizei im Einsatz. Der Schiffsverkehr im Dortmunder Hafen kam zeitweilig zum Erliegen. Doch was die Taucher vom Grund des Hafenbeckens bargen, gibt eher Grund zum Ärgern, als zur Sorge: Denn offenbar führte ein nächtlicher Streich zum Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei.

Hafen DortmundBinnenhafen
LageStadtbezirk Nord
Eröffnung1899

Feuerwehreinsatz in Dortmund: Taucher bergen Gitter vom Hafengrund

Erst am Dienstag (9. November) hatte die Explosion eines Wohnwagens in Dortmund-Wambel die Feuerwehr auf den Plan gerufen. Und schon um 7.30 Uhr am nächsten Morgen mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr und Wasserschutzpolizei zum nächsten kuriosen Einsatz an den Dortmunder Hafen ausrücken.

Grund für den Einsatz: In der Nacht hatten Unbekannte die Absperrung einer Baustelle entwendet und im Hafenbecken versenkt. Was zunächst wie ein argloser Streich erscheint, zog gravierende Folgen nach sich.

Nicht nur, dass zwei Taucher der Feuerwehr gute zwei Stunden im kalten, trüben Wasser nach der Baustelle-Sperrung fischen mussten, offenbar könnte sogar ein Schiff durch das im Wasser dümpelnde Gitter beschädigt worden sein, als es gegen die Absperrung fuhr. Das Gitter war Zeugen zufolge unter Wasser kaum zu sehen.

Dortmund: Feuerwehr-Taucher finden Baustellengitter im Hafenbecken

Rund 110 Meter misst die versenkte Baustellenabsperrung, die mühsam von den Einsatzkräften wieder an Land geholte werden musste. Zum Teil hatte sich das Eisengeländer in Schlingpflanzen verfangen und musste aufwändig von den eingesetzten Tauchern befreit werden. Die hatten jedoch zunächst große Mühe, das Geländer in dem trüben Wasser überhaupt zu lokalisieren. Erst gegen 10 Uhr konnten die Taucher ihren Einsatz vorerst beenden.

Doch wie DerWesten berichtet, befinden sich auch jetzt noch Drahtreste und anderer Baumüll auf dem Grund des Hafenbeckens, welcher ebenfalls noch durch Taucher lokalisiert und geborgen werden muss. Wie die Dortmunder Hafen AG mitteilte, musste der Schiffsverkehr wegen der Bergungsarbeiten und der von den Trümmerteilen ausgehenden Gefahr zwei Stunden komplett eingestellt werden (mehr Nachrichten aus dem Ruhrgebiet auf RUHR24).

Wer die Absperrung in das Wasser warf, ist bislang nicht bekannt. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Mehr zum Thema