Bild: Stadt Dortmund

Dortmund wächst und braucht mehr Wohnungen für die inzwischen mehr als 600.000 Einwohner. Doch günstiger Wohnraum ist knapp und Investoren sind immer schwieriger zu bekommen, heißt es jetzt von der Stadt. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Knapp 24.000 Wohnungen sind in Dortmund aktuell öffentlich gefördert. Damit zeigt die Tendenz leicht nach unten. „Es wird für uns immer schwieriger, Investoren zu finden, die bauen“, sagt Dortmunds Planungsdezernent Ludger Wilde.

Das habe mehrere Gründe: suboptimale Förderbedingungen für Investoren und steigende Kosten für den Bau. Zudem seien festgelegte Mietpreise von 5,55 Euro/Quadratmeter (netto/kalt) für Investoren nur „schwer vermittelbar“, stellt Wilde fest. Und: Der Nachlass von Tilgungen für Darlehen des Landes NRW liege in Dortmund bei nur 15 Prozent.

28,8 Millionen Euro für neue Wohnungen und Modernisierungen

28,8 Millionen Euro hat die Stadt 2018 dennoch für Neubauten und Modernisierungen im Bereich des geförderten Wohnungsbaus gepumpt. Damit wurden 189 Wohnungen neu gebaut. 30 Millionen Euro hätten zur Verfügung gestanden. Es wurden also nicht die kompletten Fördergelder abgerufen.

Dass es zu wenige günstige Wohnungen gibt, spüren unterdessen viele Bürger mit wenig Einkommen – was sich auch in Befragungen der Stadt widerspiegelt.

Ludger Wilde ist Planungsdezernent der Stadt Dortmund. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24
Ludger Wilde ist Planungsdezernent der Stadt Dortmund. Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24

Dabei wäre das besonders für Familien mit wenig Geld und vielen Kindern bitter nötig. Insbesondere Haushalte mit fünf und mehr Personen sind verstärkt auf Hilfe des Amtes für Wohnen und Stadterneuerung angewiesen. Insgesamt waren 2018 rund 2000 Haushalte in Dortmund als wohnungssuchend für eine geförderte Wohnung vorgemerkt.

Die Stadt wolle aber nicht die Flinte ins Korn werfen, sondern laut Ludger Wilde „weiter Gas geben“. Der Planungsdezernet sprach von einer künftigen Erhöhung der Fördergelder von 30 auf 35 Millionen Euro und den Plan, weiterhin auf Investoren zugehen zu wollen.

Info

Zum Jahresende 2018 haben in Dortmund rund 5050 Haushalte (mit circa 10.500 Personen) Wohngeld bekommen. Das ist ein leichter Rückgang im Vergleich zum Jahr 2017. Im Schnitt bekam ein Haushalt 175 Euro pro Monat.