Schon 84 Grönemeyer-Konzerte gesehen: Diese Fans warten stundenlang vor der Westfalenhalle

Sabine (links), Conny (rechts) und ihre Freundinnen warten seit 10 Uhr darauf, in die Halle gelassen zu werden. Dort spielt am Abend Herbert Grönemeyer. Foto: Florian Forth/RUHR24
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Sabine (links), Conny (rechts) und ihre Freundinnen warten seit 10 Uhr darauf, in die Halle gelassen zu werden. Dort spielt am Abend Herbert Grönemeyer. Foto: Florian Forth/RUHR24

Dortmund/NRW - Dutzende Fans warten seit dem Morgen vor der Westfalenhalle in Dortmund auf Einlass. Ziel: Die erste Reihe beim Konzert von Herbert Grönemeyer am Abend.

Dutzende Fans warten seit dem Morgen vor der Westfalenhalle in Dortmund auf Einlass. Ziel: die erste Reihe beim Konzert von Herbert Grönemeyer am Abend.

Sie haben Sitzkissen, Decken, Getränke und Essen mitgebracht. Denn irgendwie müssen die Grönemeyer-Fans die Stunden bis zum Einlass ja überbrücken.

Einige stehen bereits seit 10 Uhr, andere seit halb 12 vor der Halle und warten. Unter ihnen ist auch Conny aus Erkelenz (Foto rechts). Es ist bereits ihr neuntes Konzert auf der laufenden Tour für das Album Tumult, das im November erschienen ist.

Vorgestern war "Schleusen-Conny", wie ihre Freundinnen sie scherzhaft nennen, beim Auftritt in Hamburg. "Am Montag geht es nach Amsterdam", sagt sie. Seit 1987 hört sie Grönemeyer - und nimmt dafür auch gerne Urlaub. Auslöser: Das Album "4630 Bochum" - auf dem die VfL-Stadionhymne "Bochum" enthalten ist.

"Wie ein Klassentreffen"

Die Gruppe kennt sich aus einem Internetforum, trifft sich immer wieder bei Grönemeyer-Konzerten. "Vor der Halle ist das wie ein Klassentreffen", drinnen dann Party, sagt Sabine. Ihr Motto: "Erste Reihe oder verkackt", sagt sie und lacht.

Mit mehr als 17 Millionen verkauften Tonträgern gilt Grönemeyer, der auch für seine politischen Statements bekannt ist, als erfolgreichster deutscher Künstler. Und obwohl Conny ihn bereits geschlagene 84 Mal gesehen hat, ist die Begeisterung bei ihr und ihren Mitstreiterinnen weiterhin groß.

"Herbert ist einfach authentisch"

"Vor dem Einlass geht der Puls hoch", sagt Sabine. Und auch drinnen werde es nicht langweilig: "Herbert singt ja immer andere Lieder. Er ist einfach authentisch, hat Freunde."

Beim Warten macht ihnen hin und wieder nur der Sicherheitsdienst das Leben schwer. Die Männer rücken immer wieder die Metallbarrieren zurecht, bereiten den Einlass auf den Ansturm am Abend vor.

Den Spaß lassen die vier Frauen sich aber nicht nehmen. Denn bald haben sie es geschafft - und stehen wieder bei Grönemeyer in der ersten Reihe.