Grävingholz und Süggelwald: So schön grün ist Dortmunds Norden

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Dortmund/NRW - Wir zeigen euch zwei von Dortmunds schönsten grünen Ecken: Die Naturschutzgebiete Grävingholz und Süggelwald in Eving. Einfach wunderschön!

Der Ruhrpott ist grau - dieses Vorurteil hält sich bis heute hartnäckig. Dabei kann Dortmund mit einigen wunderschönen grünen Ecken aufwarten. Zwischen Eving und Brechten gibt es gleich zwei Waldgebiete, die zum Spazieren einladen: Den Süggelwald und das Grävingholz. Ein Besuch in der grünen Oase vor der Stadt.

Aus der Dortmunder Innenstadt bis an den Rand der beiden Wälder dauert es nur eine viertel Stunde mit der U-Bahnlinie U41. Die Evinger Straße, die parallel zur U-Bahn verläuft, trennt den Süggelwald und das Grävingholz von einander.

Wer an der Haltestelle Waldesruh aussteigt, ist nur noch wenige Gehminuten von der ruhigen Natur entfernt. Schon nach einigen Metern werden die Bäume immer höher und dichter. Der Weg führt direkt an einem großen Wildgehege vorbei. Umzäunt aber mit der größtmöglichen Freiheit lebt hier Damwild. An Menschen ist es schon gewöhnt und kommt deshalb bis an den Zaun heran, lässt sich manchmal sogar mit ausgerupften Ästen und Grashalmen füttern. Auf dem Walderlebnispfad rund um das Gehege können vor allem Kinder etwas über das Damwild und den Wald lernen.

Je weiter man sich in den Wald hinein und vom Wildgehege weg bewegt, desto mehr verschlingt einen die Natur. Die Geräusche der viel befahrenen Evinger Straße vernimmt man dann nur noch als leises Hintergrundrauschen. Viel auffälliger sind der Wind, der durch die Bäume weht und das Gezwitscher der vielen Vögel. Durch den Wald schlängelt sich hier der Süggelbach, der dem Naturschutzgebiet seinen Namen gibt. Und wenn man einmal durch das Waldgebiet durchgelaufen ist, erwarten einen weite Felder. Dass all dies zum Stadtgebiet der acht-größten Stadt Deutschlands gehört, kann man hier schnell vergessen.

Einmal über die Straße - und ab ins Grävingholz Den Weg zurück und einmal über die Evinger Straße geht es direkt ins Grävingholz. Allzu anders sieht es hier gar nicht aus. Das einzigen Tiere, die sich hier ab und zu blicken lassen, sind allerdings wirklich wild lebende Rehe. Doch sie sind nicht die einzigen Tiere, die sich zwischendurch bemerkbar machen. Spechte picken sich in die Bäume, Eichhörnchen springen von Baumkrone zu Baumkrone und irgendetwas raschelt immer im Unterholz.

Im Grävingholz darf auf den größeren Wegen auch geritten werden, ansonsten sind hier vor allem Spaziergänger mit oder ohne Hund und Fahrradfahrer unterwegs. Vor allem abseits dieser Wege zeigt sich der Wald von seinen schönsten Seiten. Wer sich auf die kleinen Trampelpfade begibt, kann zum Beispiel Teiche voller grüner Entengrütze entdecken - und die sieht durchaus hübscher aus, als sie klingt.

Überbleibsel aus einer anderen Zeit Grävingholz und Süggelwald sind keine angelegten Parks. Die Waldstücke erinnern viel mehr daran, wie es einst in weiten Teilen des heutigen Dortmunder Nordens aussah. Das Waldgebiet existiert nämlich bereits seit dem Ende der letzten Eiszeit und diente schon im Mittelalter als Jagdgebiet. Heute sind die Naturschutzgebiete bei vielen Stadtbewohnern in Vergessenheit geraten - und das obwohl sie nicht nur wunderschön, sondern auch schnell und einfach zu erreichen sind.

Um aus der Stadt in die grüne Oase zu kommen, nehmt ihr am besten die U-Bahn U41. Um ins Grävingholz zu kommen, steigt ihr an der gleichnamigen Haltestelle aus. Der Wald befindet sich ein kleines Stückchen weiter in Fahrtrichtung links. Zum Wildgehege im Süggelwald steigt ihr eine Haltestelle später aus, an der Waldesruh. Dort geht es an der Ampel über die Straße, Wald und Wildgehege sind hier bereitsausgeschildert.

Was sind eure liebsten grünen Oasen in Dortmund und Umgebung? Verratet es uns in den Kommentaren! Ganz schön grün: Noch mehr Fotos