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Nach einer Runde Spazierengehen um den Phoenix See mal eben die Füße abkühlen? Lieber nicht, sagt Ilias Abawi von der Emschergenossenschaft. 

Dortmund – Der Phoenix See ist kein Badesee. Das ist am Ufer überall auf Schildern zu lesen. Das sollte eigentlich schon Warnung genug sein, sagt Ilias Abawi, Pressesprecher der Emschergenossenschaft. Das Unternehmen kümmert sich um den See und behält das Wasser genau im Auge.

„Der See ist noch sehr jung und zudem künstlich. Der muss erst mal lernen zu leben“, sagt Abawi. Und sobald das Wasser im See mit menschlichen Keimen in Kontakt kommt, kann das Auswirkungen haben. Zwar kippt das Wasser nicht direkt, es kann das Klima des Sees trotzdem ganz schön durcheinander bringen. „Auch wenn es manchmal übertrieben klingt, der See braucht erst mal ein paar Jahre“, sagt Ilias Abawi.

Parasiten machen Menschen und Enten das Leben schwer

Und wo kein ganzer Mensch rein soll, sollten auch die Füße draußen bleiben. „Wer da seine Füße reinhält, ist selbst schuld, wenn er Pusteln bekommt.“ Die warmen Tage der letzten Zeit hatten einige Dortmunder genutzt, um sich auf diese Art abzukühlen. Sie haben Pusteln auf den Füßen davongetragen, wie zum Beispiel Debbie, die ihr Leid daraufhin in einer Facebook-Gruppe teilte.

Foto: Facebook/Debbie Chérie
Foto: Facebook/Debbie Chérie

Das liegt nicht an dem empfindlichen Ökosystem des Sees. Es haben sich so genannte Zerkarien eingenistet. Das sind Parasiten, die sich besonders gern Enten befallen. Sie machen aber im Zweifel keinen Unterschied zwischen Mensch und Vogel. Gefährlich ist das nicht, nur noch schmerzhafter als Mückenstiche.

Die Emschergenossenschaft sieht hier keinen Handlungsbedarf, da Menschen ja sowieso nichts im Wasser zu suchen haben. Ilias Abawi rät nur dazu, die Enten nicht mehr zu füttern. Die Rechnung ist einfach. Weniger Enten gleich weniger Zerkarien. Um die lästigen Parasiten aber völlig aus dem See zu entfernen, müsste man das Wasser ordentlich runterkühlen. Das ist nahezu unmöglich und sehr teuer.