Fünf Tipps gegen Einbrecher

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ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein fiktiver Einbrecher hebelt am 08.10.2016 mit einem Brecheisen eine Tür im Keller eines Wohnhauses in Rottweil (Baden-Württemberg) auf (gestellte Szene). (zu dpa: "Kriminalstatistik Baden-Württemberg" vom 16.03.2017) Foto: Silas Stein/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

Dortmund/NRW - Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Der Herbst bringt nicht nur Kälte mit, sondern auch Dunkelheit. Und die lädt zum Einbrechen ein.

Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Der Herbst bringt nicht nur Kälte mit, sondern auch Dunkelheit. Und die lädt neben Serien schauen und Plätzchen backen noch zu etwas ganz anderem ein: Zum Einbrechen. Wir haben fünf Tipps für euch, um clever gegen Einbrecher vorzugehen.

Damit Bürger keine größere Angst um ihre Wertsachen haben müssen, startet die Polizei auch in diesem Jahr wieder die Aktion „Riegel vor! Sicher ist sicherer“. Die Beamten geben wertvolle Tipps, wie man sich als Wohnungs-oder Hausbewohner gegen diebische Mitgenossen wappnen kann. Wir haben die fünf besten Tipps für euch rausgesucht:

1. Schlüssel ins Schloss und abschließen

Eigentlich keine große Sache, die aber trotzdem leider viel zu oft vernachlässigt wird. Bewohner verlassen ihre vier Wände und lassen Türen unabgeschlossen. Einbrecher haben so eine viel größere Chance ins Innere zu gelangen. Daher: Immer checken, ob alle Türen wirklich abgeschlossen sind. Dabei auch ruhig auf Balkontüren und Fenster achten. Letztere niemals gekippt lassen, denn offene Fenster sind kein Hindernis!

2. Der Schlüssel gehört nicht in den Garten

Habt ihr auch einen Schlüssel unter dem Blumentopf versteckt? Oder unter der Fußmatte? Falls ja: Weg damit. Viele Einbrecher kennen mittlerweile die Verstecke und können so auf einfachste Weise ins Haus gelangen. Damit das verhindert werden kann, bietet es sich an, den Schlüssel bei Freunden oder den Nachbarn abzugeben. Ein gutes Nachbarschaftsverhältnis ist ohnehin hilfreich, denn

3. Irgendein Nachbar sieht immer was - oder kennt alle

…dann kennt man sich und vielleicht auch regelmäßige Besucher. Unbekannte fallen so viel leichter auf und verdächtige Situationen können aufgedeckt werden. Also falls beim nächsten Online-Shopping wieder ein Paket beim Nachbarn landet, ruhig mal nachfragen. Wer geht ins Haus? Hält sich jemand öfter im Eingangsbereich auf? Vielleicht steht sogar in letzter Zeit ein Auto vor dem Haus, dessen Fahrer die Wohnungen beobachtet. Das findet ihr aber nur heraus, wenn ihr im Hausflur mehr als nur „Guten Tag“ sagt.

4. Alarm im Eigenheim

Nicht jeder Bürger wohnt im Mehrfamilienhaus. Immer mehr Menschen zieht es ins Eigenheim, das sie angreifbarer für Einbrecher macht. Vor allem Besitzer alleinstehender Häuser fernab jeglichen Geschehens genießen oft keine bekannte Nachbarschaft. Damit sie sich trotzdem vor Kriminellen schützen können, gibt es Alarmanlagen. Die Polizei empfiehlt den gezielten Einbau von Sicherheitstechnik. Der Adressennachweis des Landeskriminalamtes NRW gibt Aufschluss über Unternehmen, die sich darum kümmern.

5. Geld und Gold sollten zur Bank

Sollte es trotz jeglicher Sicherheitsvorkehrungen trotzdem zu einem Einbruch kommen, dürfen die Diebe nichts finden. So verliert ihr keine Wertgüter und gebt den Einbrechern keinen Grund wieder zu kommen. Die Polizei rät deshalb dazu, teuren Schmuck oder andere Wertgegenstände in einem Schließfach bei der Bank zu lagern. Hohe Geldsummen gehören ohnehin nicht in die Wohnung. Falls sich das Lagern teurer Gegenstände Zuhause nicht vermeiden lässt, wäre die Anschaffung eines Wertbehältnisses sinnvoll. Kleine Tresore gibt es bereits ab 200 Euro. Ein Einbruch ist teurer.

Zusätzlich bietet die Polizei kostenlos Beratungen zum Einbruchschutz an. Unsichere Mieter und Eigentümer bekommen auf diese Weise mehr Informationen zum Thema und können sich mit wertvollen Tipps im Kampf gegen die Langfinger wappnen. Wenn ihr etwas Ungewöhnliches bemerkt, einen Dieb auf frischer Tat ertappt oder Zeuge eines Verbrechens werdet, ruft unbedingt die Polizei über 110 an.

Damit könnt ihr einen Einbruch möglicherweise im Keim ersticken. Im vergangenen Jahr konnten bereits viele Einbrüche verhindert und die Zahl der Wohnungseinbrüche um 15,7 Prozent auf 52.578 Fälle gesenkt werden.

Werdet aktiv und gebt Einbrechern keine Chance!