Schwimmen gehen bei Hitze

Das sind die Coronavirus-Regeln in den wiedereröffneten Freibädern in Dortmund

Auch in Dortmund öffnen trotz der Coronavirus-Pandemie die Freibäder wieder. Besucher müssen jedoch einige Regeln beachten.

  • Nach der Coronavirus-bedingten Schließung öffnen ab Samstag (20. Juni) wieder die Freibäder in Dortmund.
  • Wer jedoch ins kühle Nass springen will, muss vorher ein Online-Ticket kaufen.
  • Auch für die Öffnung der Hallenbäder gibt es in Dortmund nun einen Termin.

Dortmund - Normalerweise beginnt die Freibadsaison Anfang Mai. Nicht so in diesem Jahr. Wegen des Coronavirus war lange Zeit nicht klar, wann und ob die Schwimmbäder diesen Sommer noch öffnen können.

Stadt

Dortmund

Fläche

280,7 km²

Bevölkerung

603.609 (Dez. 2019)

Metropolregion

7.268 km²

Freibäder

Volkspark, Hardenberg, Froschloch, Wellinghofen, Wischlingen

Hallenbäder

U.a. Südbad, Hombruch, Brackel, Westbad, Nordbad, Aplerback, Hörde

Dortmund: Freibäder haben nach Coronavirus-Schließung wieder geöffnet

Für viele Betreiber in NRW kam die Nachricht überraschend, dass sie ihre Bade-Anlagen ab dem 20. Mai trotz Corona-Pandemie eröffnen dürfen. In vielen Schwimmbädern stand zu dem Zeitpunkt noch kein ausgearbeitetes Hygienekonzept. In Dortmund entschied man sich daher erst einmal gegen eine Wiedereröffnung der Bäder. Doch das hat sich nun geändert.

Am 18. Juni hat der Rat der Stadt Dortmund erneut über die Öffnung der Frei- und Hallenbäder diskutiert - diesmal mit erfreulichem Ergebnis. Passend zu den steigenden Sommertemperaturen die frohe Botschaft: Der Freibadsaison 2020 in Dortmund steht nichts mehr im Wege. 

Ab Samstag (20. Juni) dürfen die Schwimmbäder wieder öffnen. Gerade noch rechtzeitig, denn in der kommenden Woche erwartet NRW eine echte Hitzewelle mit über 30 Grad.

Allerdings gibt es auch wie überall einige Corona-Regeln beim Besuch im Freibad zu beachten. Generell gelten die allgemeinen Abstands- und Hygienemaßnahmen der Corona-Schutzverordnung NRW

Dortmund: Abstand muss auch im Freibad eingehalten werden

Konkret bedeutet das, dass die Badegäste Abstand halten müssen - auch im Schwimmbecken selbst, wie Carsten Grimpe, Betriebsleiter im Solebad Wischlingen gegenüber Radio 91.2 erklärte. 

Um das umzusetzen hat sich die Sportwelt Dortmund, die in Dortmund einige Frei- und Hallenbäder betreibt folgendes Konzept ausgedacht: Es wird nur auf Doppelbahnen geschwommen, im Kreis und mit Abstand. Die Badegäste sollten dazu die Hinweise des Personals beachten und ihnen auch Folge leisten. "Das ist keine Willkür, das hat halt mit Gesundheit zu tun", so Carsten Grimpe.

Diese Freibäder in Dortmund haben wieder geöffnet

Auch in den Duschen ist für Sicherheitsabstand gesorgt worden. So dürfen maximal zwei Personen die Dusche oder die Toilette betreten. Aufgrund der Auflagen haben sich die Betreiber des Solebads Wischlingen daher dazu entschlossen, zunächst nur das Freibad zu öffnen. Das Hallenbad und der Saunabereich bleibt weiter geschlossen. Dafür konnte man dort gestern (19. Juni) ins kühle Nass springen.

Im Gegensatz zu den anderen Freibädern in Dortmund. Bei diesen Schwimmbädern startet die Freibadsaison erst Samstag (20. Juni):

Das Naturbad Froschloch bleibt aus technischen Gründen weiterhin noch geschlossen. Die anderen Freibäder haben von Samstag an täglich etwa zwischen 7 und 20 Uhr geöffnet (hier alle Infos zu den Öffnungszeiten der Freibäder in Dortmund)

Dortmund: Eintritts ins Freibad nur mit Online-Ticket möglich

Besonderheiten gibt es allerdings beim Eintritt in die Dortmunder Schwimmbäder. Ein spontaner Besuch im Freibad könnte diesen Sommer etwas schwierig werden. Denn wer ein paar Bahnen schwimmen oder sich kurz abkühlen will, muss vorher ein Online-Ticket buchen.

Das Freibad am Volkspark in Dortmund hat seit heute (20. Juni) wieder geöffnet. 

Der Eintritt ist nur für Badegäste gestattet, die sich vorher online registriert und ein Ticket gekauft haben. Es wird keine Eintrittskarten für das Freibad an der Kasse geben. Im Revierpark Wischlingen werden täglich maximal 500 Tickets verkauft. In den anderen Freibädern ist zunächst keine Begrenzung vorgesehen (mehr News aus Dortmund von RUHR24).

Dortmund: Stadt gibt grünes Licht für Öffnung der Hallenbäder

In der Ratssitzung wurde auch über die Öffnung der Hallenbäder in Dortmund gesprochen. Und auch hier: Grünes Licht für das Südbad sowie die anderen Hallenbäder in Dortmund.

Ab Montag (22. Juni) dürfen dann auch die Schwimmhallen in Dortmund wieder Badegäste empfangen. Allerdings gibt es hier auch zahlreiche Auflagen sowie gewisse Maßnahmen, um ein Infektionsrisiko mit dem Coronavirus zu vermeiden. Eine Ansteckung im Wasser ist prinzipiell allerdings nicht möglich. Experten gehen davon aus, dass das Chlor in den Schwimmbädern das Coronavirus abtötet. 

Regeln für die Hallenbäder in Dortmund

Dennoch ist auch in den Hallenbädern in Dortmund kein spontaner Besuch drin. Wer im Süd-, Nord- oder Westbad ein paar Bahnen ziehen will, muss sich am Vortag telefonisch anmelden. Die telefonische Reservierung ist bereits ab morgen (21. Juni) zwischen 8 und 12 Uhr unter der Nummer 0231/178 111 möglich. 

Außerdem ist ein Besuch im Hallenbad zeitlich begrenzt. So öffnen die Bäder nur für jeweils zwei Stunden. Anschließend wird das Schwimmbad umfangreich gereinigt und desinfiziert, bevor die nächsten Badegäste kommen dürfen. Beim Desinfizieren der Hände machen Menschen übrigens häufig etwas falsch - das sind die häufigsten Fehler bei der Händedesinfektion. 

Und auch in den Hallenbädern hat man Maßnahmen ergriffen, um die Abstandsregelungen im Schwimmbad sowie im Schwimmbecken selbst einzuhalten, wie die Stadt Dortmund mitteilte. So wurden Leinen eingehängt, um die Einhaltung der Distanz zwischen den Schwimmern zu erleichtern.

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Bleibt noch die Abkühlung im Kanal - aber gerade beim Baden im Kanal warnt die Polizei vor einer nicht ganz ungefährlichen Sache

Dringend abgeraten wird vom Schwimmen in offenen unbewachten Gewässern wie Seen oder Flüssen. Gefährliche Strömungen könnten vor allem ungewohnte Schwimmer in die Tiefe reißen. 

Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) befürchtet für 2020 einen deutlichen Anstieg an Badetoten. Grund dafür sind die Corona-Regeln in Freibädern, die einen Besuch in selbigem stressiger machen.

Ob man das Freibad im Sommer 2020 aber so häufig nutzen kann, bleibt fraglich. Die Wetteraussichten im Juli, die viele Wolken und Regen versprechen, deuten auf einen wechselhaften Sommer hin. 

Rubriklistenbild: © Sportwelt Dortmund gGmbH, Armin Weigel/dpa, Collage: RUHR24

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