Dortmund: FDP fordert nach Kompromissen im Bund ein kommunales Klimaprogramm

Michael Kauch von der FDP fordert ein kommunales Klimaprogramm für Dortmund. Foto: Florian Forth/RUHR24
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Michael Kauch von der FDP fordert ein kommunales Klimaprogramm für Dortmund. Foto: Florian Forth/RUHR24

Dortmund/NRW - Die FDP in Dortmund fordert nach den jüngsten Ereignissen ein kommunales Klimaprogramm. Besonders Oberbürgermeister und Rat seien gefragt. Hier mehr!

Die FDP hat auf die jüngsten Entwicklungen in der Klima-Debatte reagiert und fordert ein kommunales Klimaprogramm für Dortmund.

  • Die FDP fordert vom Oberbürgermeister und Rat in Dortmund ein kommunales Klimaprogramm.
  • Die Kompromisse des Bundes seien unzureichend.
  • Außerdem soll die Qualität im Nahverkehr steigen.

FDP in Dortmund empfindet Klima-Kompromisse als "unzureichend"

Die Kompromisse, auf die der Bund vor wenigen Tagen im Zuge des Klima-Gipfels eingegangen ist, sind aus FDP-Sicht unzureichend. FDP-Kreisvorsitzender Michael Kauch kommentierte das von Kritikern als zu harmlos kritisierte Klimapaket der Bundesregierung mit Bedauern:

"Nach letztem Freitag ist die Notwendigkeit eines wirksamen Klimaprogramms für Dortmund nochmals gestiegen. Auf Bundesebene hat es die große Koalition verpasst, einen CO2-Deckel für Verkehr und Heizen zu beschließen."

Kauch weiter: "Es gibt lediglich Preisanreize nach dem Prinzip Hoffnung, dass Bürger und Unternehmen darauf ausreichend reagieren."

In Dortmund waren am vergangenen Freitag (20. September) rund 12.000 Menschen auf die Straße gegangen, um auf die Klima-Probleme aufmerksam zu machen.

FDP-Vorsitzender nimmt Oberbürgermeister und Rat in die Pflicht

Aus Sicht der freien Demokraten komme es nun auf die individuellen Anstrengungen an. Auch die Stadt Dortmund müsse ihr für nächstes Jahr geplantes Klimaschutz-Programm jetzt mit Schwung angehen:

"Das ist eine Führungsaufgabe von Oberbürgermeister und Rat - die kann man nicht allein auf Fachbeamte delegieren", so Kauch, der viele Jahre im Bundestag und international für den Klimaschutz tätig war.

Michael Kauch (FDP) aus Dortmund hat in der Coronavirus-Krise zudem Ideen für eine Lockerung der Kontaktsperre in NRW erarbeitet. Sie orientieren sich an denen, die bereits Ministerpräsident Armin Laschet vorgeschlagen hat.

FDP fordert Qualitätssteigerung für Nahverkehr in Dortmund

Zum Dortmunder Klimaprogramm müssten Investitionen in die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude und moderne Wärmekonzepte ebenso gehören, wie eine klimafreundliche Beschaffung der Stadt und ihrer Unternehmen.

Beim öffentlichen Nahverkehr müsse der Schwerpunkt auf mehr Qualität liegen: "Mit Preissenkungen oder gar Umsonst-Tickets erreicht man keine nachhaltige Verlagerung des Autoverkehrs, wenn Bahnen zu voll, Anschlüsse unpassend, Apps unzuverlässig oder die Taktungen zu schlecht sind. Den Euro kann man nur einmal ausgeben."