Ursache für Crash mit Merkel-Flugzeug geklärt

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Die Bundeskanzlerin auf dem Weg zum Hubschrauber des Typs "Cougar". Am Flughafen Dortmund wurde der Regierungsflieger von einem Auto gerammt. Foto: RUHR24

Dortmund/NRW - Weil ein Auto am Flughafen Dortmund in das Flugzeug von Angela Merkel rollte, musste diese am Montag das Flugzeug wechseln. Jetzt steht der Grund fest.

Weil ein Auto am Flughafen Dortmund in das Flugzeug von Angela Merkel rollte, musste die Bundeskanzlerin am Montag (13. Mai) den Flieger wechseln. Jetzt steht der Grund für das Malheur fest.

Wie der Flughafen Dortmund am Mittwoch (15. Mai) mitteilt, habe eine Mitarbeiterin des Airports vergessen, die Handbremse ihres Dienstfahrzeugs anzuziehen.

In der Folge war der Renault Trafic in das Regierungsflugzeug gerollt, das Angela Merkel am Montag von Dortmund nach Berlin fliegen sollte. Die Kanzlerin musste danach mit einem Langstreckenhubschrauber nach Berlin weiterreisen, während die Regierungsmaschine defekt in Dortmund zurückblieb.

Laut Flughafen sollte die Fahrerin des Renaults am Regierungsflugzeug eine dienstliche Aufgabe erledigen. "Das Fahrzeug setzte sich selbstständig in Bewegung, nachdem die Mitarbeiterin ausgestiegen und zum Flugzeug gegangen war", teilt der Flughafen mit.

Dortmund: Flughafen-Mitarbeiterin zog Bremse nicht richtig

Ein technischer Defekt sei von einem Gutachter inzwischen ausgeschlossen worden. Heißt: Die Mitarbeiterin des Flughafens hatte schlicht vergessen, die Handbremse richtig anzuziehen.

Medienberichten, wonach die Frau ein Selfie mit dem Flugzeug hatte machen wollen, bezeichnet der Flughafen als "rein spekulativen Ursprungs".

Unterdessen bittet Flughafen-Chef Udo Mager um Verständnis für das Malheur seiner Mitarbeiterin: "Auch wenn wir alles dafür tun, dass keine Fehler passieren – überall dort, wo Menschen miteinander arbeiten, können diese leider nie zu 100 Prozent ausgeschlossen werden."

Die Global 5000 der Flugbereitschaft des Bundesministeriums für Verteidigung steht zurzeit noch am Flughafen Dortmund. Die Untersuchungen der Luftwaffe an der Maschine laufen noch.