Ab dem 1. Oktober

Flughafen Dortmund: Neuer Chef hat große Pläne für den Airport

Der Flughafen Dortmund bekommt ab Oktober einen neuen Chef - und der hat Pläne.
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Der Flughafen Dortmund bekommt ab Oktober einen neuen Chef - und der hat Pläne.

Der Chefsessel am Flughafen Dortmund bekommt ab Oktober eine neue Besetzung. Der neue Chef Ludger van Bebber hat mit dem Airport Großes vor.

Dortmund - Für den Flughafen Dortmund wird eine neue Zeit eingeläutet: Nach gut sieben Jahren räumt Udo Mager den Posten des Geschäftsführers am Airport in Holzwickede und macht Platz für einen neuen Chef. Sein Nachfolger wird Ludger van Bebber – und der kommt mit neuen Visionen nach Dortmund.

FlughafenDortmund Airport 21
ArtRegionaler Verkehrsflughafen
AirlinesWizz Air, EasyJet, Eurowings, Lauda, Ryanair (u.a.)

Neuer Chef am Flughafen Dortmund übernimmt ab dem 1. Oktober

Magers Nachfolger ist in der Branche alles andere als ein Unbekannter. Zuletzt agierte er als Geschäftsführer am Flughafen Weeze. Ab dem 1. Oktober übernimmt er dann die Zügel am Dortmunder Flughafen.

Grund genug, noch einmal einen Blick zurück, auf die Jahre mit Udo Mager zu werfen. So viel steht fest: Die vergangenen sieben Jahre waren für den Airport unter der Leitung des 64-Jährigen "überaus erfolgreich", heißt es in einer Pressemitteilung.

Udo Mager verdient für seine Arbeit am Flughafen Dortmund "eine Eins mit Sternchen"

Gut 1,92 Millionen Passagiere nutzten 2013 – dem Eintrittsjahr von Udo Mager – den Dortmund Airport. 2019 seien es mit 2,72 Millionen Fluggästen nicht nur gut 40 Prozent mehr gewesen, sondern war es auch das beste Ergebnis, das der Flughafen jemals erzielt habe.

Ziel sei es außerdem gewesen, den Flughafen rentabel zu machen. Immerhin: 2019 konnte das operative Defizit des Airports in Holzwickede auf 0,4 Millionen Euro reduziert werden. "Wenn man auf die Entwicklung sowohl der Fluggastzahlen als auch der Ergebnisse schaut, verdient Udo Mager im Zeugnis eine Eins mit Sternchen", so Guntram Pehlke, Aufsichtsratsvorsitzender des Dortmunder Flughafens.

Corona-Krise trifft Flughafen Dortmund hart

2020 dürfte für den scheidenden Flughafen-Chef Mager dann wohl das schwerste gewesen sein. "Ich erinnere mich noch genau an den 13. März 2020. Ich habe unserem Aufsichtsrat an dem Tag das beste Jahresergebnis in der Geschichte des Flughafens vorgestellt", so Mager. Einen Tag später wurden alle Flüge nach Polen – einer der wichtigsten Märkte des Dortmund Airport – eingestellt.

Die Passagierzahl am Flughafen Dortmund stürzte wegen der Corona-Krise plötzlich rapide ab. In den Monaten April und Mai habe der Airport zum Teil keinen einzigen Fluggast am Tag gehabt.

Neuer Chef Ludger van Bebber ist sich der Verantwortung am Flughafen Dortmund bewusst

Erst als die ungarische Airline Wizz Air im Juni bekannt gab, mitten in der Corona-Pandemie eine Base am Dortmunder Flughafen zu eröffnen, sei das wie ein Lichtblick für die Verantwortlichen und Mitarbeiter gewesen. Gleichzeitig kündigte Wizz Air gleich 18 neue Reiseziele ab Dortmund an. Diese Entwicklungen seien vor allem Udo Magers Verdienst, so Pehlkle weiter.

Es sind also große Fußstapfen, in die Ludger van Bebber in wenigen Tagen treten wird. Auf einer Pressekonferenz am Montag (28. September) machte er jedoch deutlich, dass er sich der Verantwortung bewusst sei und sich auf die neue Herausforderung freue.

Neuer Chef Ludger van Bebber möchte wirtschaftliche Entwicklung am Dortmund Airport fortführen

"Der Flughafen in Dortmund hat sich in den letzten Jahren hervorragend entwickelt. Mich reizt die Aufgabe, diesen Standort in einer prosperierenden Großstadt mit einem professionellen Team weiterzuentwickeln", so van Bebber.

Denn auch der Ex-Chef aus Weeze komme nicht ohne Ziele. Das kommende Jahr werde sicherlich noch deutlich "im Licht der Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie stehen." Danach sei es das oberste Ziel, schnellstmöglich wieder zum vorherigen Verkehrsniveau zurückzukehren und die gute wirtschaftliche Entwicklung fortzuführen, so van Bebbe weiter.

Flughafen Dortmund: Ludger van Bebber hält an Verlängerung der Start- und Landebahn fest

Durch die Eröffnung der Base, die Änderung der Betriebszeiten und auch die Antragsstellung zur Schwellenverlegung ist das Unternehmen zukunftsorientiert aufgestellt. Doch gerade Letzteres hatte in den vergangenen Monaten für Diskussionsstoff gesorgt.

Video: Warum parken eigentlich Flugzeuge an manchen Flughäfen rückwärts ein?

Die Pläne, die Start- und Landebahn in Dortmund zu verlängern, damit auch größere Flugzeuge in Zukunft dort starten bzw. landen können, geht den Anwohnern zu weit. Sie sorgen sich vor allem wegen der zunehmenden Lärmbelästigung durch die großen Maschinen.

Neuer Flughafen-Chef hat in Weeze gelernt "schwierige Situationen zu bewältigen"

Es bleibt abzuwarten, wie Ludger van Bebber dieses Projekt angehen wird. Vom Aufsichtsrat bekommt der neue Flughafen-Chef derweil Rückenwind: "Ludger van Bebber ist ein absoluter Fachmann. Er kennt sich in der Flugbranche bestens aus, bringt viel Erfahrung mit und verfügt über ein großes Netzwerk. Zudem hat er in Weeze zweierlei bewiesen: Zum einen, dass er schwierige Situationen bewältigen kann", so Guntram Pehlke.

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