Birgit Zoerner erklärt

Dortmund: Beliebt bei Ukraine-Flüchtlingen – wie viel Plätze sind vorhanden?

Dortmund in NRW ist bei Flüchtlingen aus der Ukraine beliebt. So ist die Situation in der Stadt.

Dortmund – Zahlreiche Flüchtlinge aus dem Ukraine-Krieg sind schon in Dortmund* angekommen, wie RUHR24* weiß. Das hat teils überraschende, teils nachvollziehbare Gründe. Doch gibt es überhaupt ausreichend Platz?

StadtDortmund
ThemaFlüchtlinge im Ukraine-Krieg
SozialdezernentinBirgit Zoerner

Ukraine-Krieg: Dortmund ist beliebt – Sozialdezernentin Birgit Zoerner sieht Gründe

Ja, sagt Birgit Zoerner, Sozialdezernentin der Stadt Dortmund. Ausreichend Platz sei kein Problem. Die Gründe liegen in allererster Linie in der Aufnahmebereitschaft der circa 3.500 hier lebenden Ukrainer und Ukrainerinnen. Diese holen aktuell ihre Verwandten in die Stadt.

In einem am Mittwoch (15. März) von der Stadt Dortmund veröffentlichten Youtube-Video verrät Zoerner, dass bereits 2.000 Flüchtlinge aktuell bei Verwandten untergekommen seien. 400 Geflüchtete habe man in städtischen Unterkünften untergebracht. Weitere Plätze würden derzeit geschaffen (mehr News zum Ukraine-Krieg im Live-Ticker* von RUHR24).

Ukraine-Krieg: In Dortmund lebende Ukrainer nehmen Verwandte auf

Die Stadt Dortmund sei aktuell dabei, die Flüchtlingsunterkünfte der Krise aus dem Jahr 2015 wieder zu reaktivieren. Sollte es jedoch kurzfristig seitens des Landes NRW zu Zuweisungen kommen, habe man mit der Westfalenhalle und einem Schulgebäude an der Sckellstraße nahe dem Westfalenpark 500 weitere Plätze zur Verfügung (mehr News aus Dortmund* bei RUHR24).

Dortmund ist beliebt. Das hat Gründe. Zum einen nennt Birgit Zoerner natürlich die schon hier lebenden Menschen mit ukrainischen Wurzeln. Zum anderen, und das hat sie am Dienstag (15. März) in der Sitzung des Verwaltungsvorstandes verraten, spiele auch Borussia Dortmund eventuell eine Rolle. Man kenne die Stadt. Letztendlich sei aber auch Dortmunds Lage als Verkehrsknotenpunkt wichtig.

Sozialdezernentin Birgit Zoerner, Stadt Dortmund.

Ukraine-Krieg: Ukrainer kennen Dortmund – BVB und Verkehrsknotenpunkt in Deutschland

Der Ukraine-Krieg eskalierte mitten in der Corona-Pandemie* und so ist die Frage nach dem Infektionsschutz bei den Flüchtlingen imminent. Die Stadt Dortmund hat für die Flüchtlinge mehrere Impfstellen eingerichtet.

Insgesamt sind nach Angaben des Bundesinnenministeriums 2,7 Millionen Menschen geflohen (Stand: 15. März). 130.000 seien nach Deutschland gereist. Auch in anderen Städten von NRW, wie in Hamm, laufen die Vorbereitungen auf eine weitere Aufnahme, wie wa.de* berichtet. *RUHR24 und wa.de sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Olaf Döring, IMAGO / Anja Cord; Collage: RUHR24

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