Bild: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Seit März 2015 gibt es im Florianturm kein Restaurant im obersten Geschoss. Eine Firma aus Dortmund vermietet die Räume für Events. Jetzt kommt Bewegung in den Turm – aber nur für begrenzte Zeit und nicht in Form von Gastronomie.

Stattdessen will Künstler Lukas Taido aus Berlin die leerstehenden Räume in luftiger Höhe für eine künstlerische Inszenierung nutzen.

Das hat Taido bereits auch an anderen Orten gemacht, wie zum Beispiel im Shanghai Tower in China oder in Bukarest, wie dieses Video beweist:

Nach Dortmund kommt Taido anlässlich des 60. Jubiläums des Florianturms. 1959 wurde das Wahrzeichens Dortmunds erbaut und eröffnet. Zum 60. Geburtstag bekommt der Turm eine Audio- und Video-Installation verpasst.

Für 3,50 Euro auf den Florianturm

Sie startet am 8. Februar (Freitag) und endet am 24. Februar. Von Sonntag bis Montag können Besucher (Eintritt 3,50 Euro, Kinder unter sechs Jahren gratis) die Installation im Turm von 18 bis 22 Uhr besuchen, an Freitagen und Samstagen sogar bis 24 Uhr. Am Eröffnungstag am 8. Februar ist erst ab 20 Uhr Start.

Mit diesem Plakat wirbt Taido für seine Kunstinstallation auf dem Florianturm. Quelle: Veranstalter

Die Installation beschäftigt sich mit dem Thema Orientierung – die in Zeiten von Google Maps und GPS-Ortung bei vielen Menschen nachzulassen scheint.

Lukas Taido weckt den Florianturm aus seinem Dornröschenschlaf. Foto:  Stephanie Kulbach
Lukas Taido weckt den Florianturm aus seinem Dornröschenschlaf. Foto: Stephanie Kulbach

Und so werden die leeren Räume im Florianturm zwei Wochen durch 30 kreisförmig installierten Lautsprecher in 3D-Audiotechnik und sechs damit synchronisierter Videoprojektoren aus dem Dornröschenschlaf geweckt.

Plattform dreht sich weiterhin

Klänge, Stimmen, Geräusche und Licht sollen Räumlichkeit, Himmelsrichtung und Orientierung scheinbar aufheben – während sich die Plattform 137 Meter über dem Boden (255 Meter über Normalnull) weiterhin dreht.

Aktuelle Top-Themen:

Die Installation namens „Directions“ ist laut Veranstalter ausdrücklich nicht nur für Kunstexperten gedacht sondern für alle Interessierten, die wissen wollen, wie empfindlich unser Wahrnehmungsapparat und Orientierungssinn immer noch auf seine Umgebung reagieren kann.