Spektakulärer Einsatz in Mengede

Baby auf der Couch geboren: Dortmunder Feuerwehrleute müssen plötzlich ran

Die Feuerwehr Dortmund half am Wochenende bei einer spontanen Hausgeburt in Mengede. Das Baby kam unbeschadet zur Welt. 
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Die Feuerwehr Dortmund half am Wochenende bei einer spontanen Hausgeburt in Mengede. Das Baby kam unbeschadet zur Welt. 

Im Dortmunder Westen half die Feuerwehr Dortmund am Wochenende spontan bei einer Hausgeburt. Der kleine Junge konnte einfach nicht mehr warten.

  • In Dortmund kam es in den vergangenen Wochen zu gleich zwei Hausgeburten.
  • Die Feuerwehr assistierte bei beiden, auch wenn das gar nicht ihre Aufgabe ist.
  • Beiden Neugeborenen und ihren Müttern geht es gesundheitlich gut.

Dortmund - Diesen Einsatz werden zwei Einsatzkräfte der Dortmunder Feuerwehr wohl so schnell nicht wieder vergessen: Sie wurden kurzerhand Assistenten bei einer Hausgeburt. Für beide eine riesige Überraschung. 

Stadt

Dortmund

Einwohner

602.566 (2018)

Oberbürgermeister

Ullrich Sierau (SPD)

Feuerwehrleute

163 bei der Berufsfeuerwehr

Feuerwehr Dortmund: Notruf einer Schwangeren aus Mengede ging am frühen Abend ein

Eigentlich hilft der Rettungsdienst dabei, Schwangere kurz vor der Geburt zu Hause abzuholen und ins Krankenhaus zu fahren. Vor dem Kreißsaal endet ihr Einsatz normalerweise (alle Nachrichten aus Dortmund bei RUHR24).

Für zwei Dortmunder Feuerwehrleute kam es erst gar nicht so weit. Und das, obwohl zunächst alles ganz normal wirkte, als am Freitag (14. August) um 19.22 Uhr der Notruf aus Mengede bei ihnen einging. "Blutungen, 40. Schwangerschaftswoche", hieß es darin. Von Wehen keine Spur.

Weil die Patientin aber in der vierten Etage eines Mehrfamilienhauses wohnte, haben sich die Einsatzkräfte sicherheitshalber dazu entschieden, den Entbindungskoffer mit rauf zu nehmen. Keine schlechte Idee, wie sich noch herausstellen sollte.

Feuerwehr Dortmund: Schwangere hatte bei Ankunft der Einsatzkräfte bereits Presswehen

Als die Feuerwehrleute in der Wohnung ankamen, lag die werdende Mutter auf dem Sofa und hatte bereits Presswehen. Dabei handelt es sich um die letzten Wehen vor der Geburt. Sie liegen bei Schwangeren zwischen 20 und 40 Minuten vor, je nachdem, ob sie bereits Kinder haben oder nicht.

Für die 22-jährige werdende Mutter aus Dortmund-Mengede war es bereits das zweite Kind. Die Wehen dauerten demnach nicht mehr so lange. Bereits fünf Minuten nach Eintreffen der Feuerwehr kam der kleine Junge zur Welt. 

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Das Alarmstichwort am 14. August um 19:22 Uhr klang für die Besatzung des Rettungswagens der Feuerwache 9 (Mengede) noch recht harmlos. "Blutungen, 40. Schwangerschaftswoche" stand hier auf dem Pieper. Da die Patientin in der vierten Etage wohnt, hat sich die Besatzung sicherheitshalber dazu entschieden, den Entbindungskoffer direkt mit hoch in die Wohnung zu nehmen. In der Wohnung angekommen stellte sich die Situation etwas anders dar. Die werdende Mutter lag auf dem Sofa und hatte bereits Presswehen. Der Besatzung bleib keine Zeit mehr für andere Dinge. Sie unterstützen die 22 jährige Frau bei der Geburt ihres zweiten Kindes. Um 19:27 Uhr kam ein kleiner Junge zur Welt. Der Transportführer Sven Goerke nabelte das Kind routiniert ab, untersuchte es kurz und legte es der Mutter auf den Oberkörper. Für Ihn war es die vierte (!) Entbindung im Einsatzdienst. Für seinen Kollege Marvin Müller war es die erste Geburt im Dienst. Der eigentliche Geburtstermin des Jungen war für den 17. August vorgesehen. Der nachalarmierten Babynotärztin blieb nichts anderes übrig als den Eltern und der Besatzung zu der Geburt zu gratulieren. Mutter und Kind sind wohlauf, wurden aber zu weiteren Untersuchungen in ein Krankenhaus gefahren. #feuerwehr #Rettungsdienst #Dortmund #Hausgeburt #herzlichenGlückwunsch #esisteinJunge https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/115869/4681094

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Feuerwehr Dortmund: Notärztin brauchte nicht mehr bei der Hausgeburt zu helfen

Für Transportführer Sven Goerke war es die bereits vierte Entbindung während eines Einsatzes. Er nabelte das Neugeborene ab, untersuchte es kurz und legte es der Mutter auf den Oberkörper. Für seinen Kollegen Marvin Müller war es die erste Geburt im Dienst. 

Die Baby-Notärztin, die die Feuerwehr noch alarmierte, brauchte bei der Geburt nicht mehr zu helfen. Sie gratulierte den Eltern des Babys und den Feuerwehrleuten zur erfolgreichen Hausgeburt

Normalerweise hilft die Dortmunder Feuerwehr bei großen Einsätzen. Zum Beispiel als eine Weide geflutet wurde und die Schafe gerettet werden mussten.

Mutter und Kind sind nach Hausgeburt wohlauf, aber kamen ins Krankenhaus

Mutter und Kind sind laut Angaben der Feuerwehr Dortmund wohlauf, wurden aber nach dem Einsatz für weitere Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht. Der eigentliche Geburtstermin des Jungen war für den 17. August 2020 datiert.  

Details zu dem Namen des Neugeborenen machte die Feuerwehr nicht.

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Erst vor rund anderthalb Monaten musste die Dortmunder Feuerwehr bereits bei einer Hausgeburt helfen. Das Kuriose: Auch damals war der Einsatzort in Mengede

Baby Adriana wollte damals keine Sekunde mehr warten und ließ den Einsatzkräften keine andere Option, als sie per Hausgeburt auf die Welt zu holen. Hausgeburten-Experte Sven Goerke war damals nicht dabei.