Schutz vor Gefahren

Dortmunder Feuerwehr-Chef will Bevölkerung auf Krieg einstellen

Bunker und Schutzräume verfallen zunehmend in Deutschland, weil sie nicht mehr gewartet werden. Dortmunds Feuerwehr-Chef findet das fahrlässig.

Dortmund – Naturkatastrophen, Terror und Krieg haben uns in den letzten Jahren gezeigt, dass der Katastrophenschutz in Deutschland ausbaufähig ist. Ereignisse wie der Angriffskrieg in der Ukraine oder die Flutkatastrophe 2021 in Deutschland führten dazu, dass Menschen wie Dirk Aschenbrenner, Feuerwehr-Chef in Dortmund, Deutschland besser auf Ernstfälle vorbereiten möchte.

StadtDortmund
ThemaKatastrophenschutz in NRW
Aktionstag6. August

Katastrophenschutz in NRW soll besser werden – Experten setzen auf Aufklärung

Das passiert zum Beispiel am Samstag (6. August) in Dortmund am landesweiten Katastrophenschutztag NRW. An verschiedenen Ständen zwischen Petrikirche und Bahnhof werden Interessierte über den Katastrophenschutz informiert. Ziel ist es, die Menschen mehr für das Thema zu sensibilisieren.

Denn, zum Beispiel bei der Flutkatastrophe im Ahrtal, hat die Kommunikation zwischen Behörden und Einwohnern nicht richtig funktioniert. Auch, weil Menschen auf beiden Seiten die Situation unterschätzt haben. Damit das in Zukunft nicht mehr passiert und Menschenleben geschützt werden, gilt es aufzuklären über Katastrophen und Schutzmaßnahmen.

Doch, nicht nur Feuerwehr und andere Einsatzkräfte wie das Technische Hilfswerk beschäftigen sich aktuell stärker mit dem Thema Katastrophenschutz. Auch die deutschen Behörden stellen sich unter anderem wegen des Angriffskrieges in der Ukraine mit Fragen wie: Welche Schutzräume lassen sich im Notfall wieder in Betrieb nehmen?

Schutzräume wie der Blücherbunker in Dortmund sind nicht mehr in Betrieb und wurden oft umfunktioniert.

Bunker und Schutzräume in Dortmund sind marode und müssten erst renoviert werden

Unter der Dortmunder Innenstadt befindet sich ein riesiges Bunkersystem aus dem Zweiten Weltkrieg. Das müsste für den Ernstfall allerdings erst untersucht und instandgesetzt werden. Wenn es hart auf hart käme, sei die Zeit knapp. Allein, die Bevölkerung auf sowas vorzubereiten sei ein langwieriges Projekt, sagt Aschenbrenner gegenüber den Ruhr Nachrichten (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

Im Vergleich zu Deutschland hat die Schweiz ihre Schutzräume weiter gewartet. Es gehe darum zu sagen: „Ja, es gibt Risiken im Leben. Wir sagen euch, was dann zu tun ist“, meint Aschenbrenner. Damit die Leute vorbereitet sind.

Intakte Bunker gibt es in Deutschland nur noch wenige.

Dortmunder Feuerwehr-Chef setzt sich für Aufklärung in Sachen Katastrophenschutz ein

„Im Straßenverkehr wird doch auch auf Unfallgefahren hingewiesen, mit Plakaten an den Autobahnen“, vergleicht der Feuerwehr-Chef aus Dortmund den Katastrophenschutz mit den Präventionen im Straßenverkehr. Dabei müsse nicht immer der schlimmste Fall eintreten. Kinder würden schon früh über die Gefahren im Straßenverkehr aufgeklärt und seien deshalb nicht unglücklicher.

Rubriklistenbild: © Bernd Günther/Imago

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