Festi Ramazan: Weniger Besucher als erwartet - Fest soll aber weiterhin in Dortmund stattfinden

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Festi Ramazan 2016 in Dortmund. Foto: Sandra Schaftner/RUHR24

Dortmund/NRW - Das Festi Ramazan am Remydamm in Dortmund lockte in diesem Jahr weniger Besucher als zuvor. Der Grund sei vor allem das schlechte Wetter der ersten Tage.

Das Festi Ramazan in Dortmund ging am Sonntag (2. Juni) zu Ende. Die Besucherzahlen blieben jedoch hinter den Erwartungen der Veranstalter.

  • Etwa 100.000 Besucher beim Festi Ramazan 2019
  • Grund dafür sei das kalte Wetter
  • stellenweise Kritik der Besucher an den verschärften Auflagen

Das Festi Ramazan 2019 ist vorbei: Nach vier Wochen auf dem Remydamm in Dortmund hat das Fest am Sonntag seinen Abschluss gefeiert. Insgesamt 100.000 Besucher sollen das Fest seit seiner Eröffnung am 3. Mai besucht haben.

Damit blieb das muslimische Fest hinter den Erwartungen der Veranstalter zurück. "Es waren ungefähr 30 Prozent weniger Besucher da, als erwartet", so Ceren Kaya, die Pressesprecherin des Festi Ramazan. Ursprünglich habe man mit 130.000 bis 150.000 Gästen gerechnet.

Wetter sei Grund für den Besucher-Einsturz

Demnach sei das kalte und regnerische Wetter der ersten Wochen Schuld an dem Rückgang der Besucherzahlen. Die Schmierereien und der Vandalismus, die dem Fest vorangegangen waren, haben laut Kaya jedoch nichts mit den niedrigeren Besucherzahlen zu tun.

Stattdessen sollen die Veranstalter danach viel Zuspruch erhalten haben. Das sei sowohl auf Facebook als auch durch Oberbürgermeister Ullrich Sierau zu spüren gewesen. Zum Hintergrund: Unbekannte hatten vor Beginn des Fests Hakenkreuze auf die Zelte geschmiert. Zudem wurden Gegenstände beschädigt und in ein Festi-Zelt gekotet.

Stellenweise habe jedoch ein anderer Punkt für Ärger gesorgt: "Einige Besucher haben bemängelt, dass das Fest schon um 24 Uhr vorbei war." Mit dem Fastenbrechen um halb zehn sei danach nicht sehr viel Zeit gewesen, an den Ständen zu essen und sich mit den Schaustellern zu beschäftigen. Grund für die verschärften Auflagen waren heftige Beschwerden der Anwohner aus den vergangenen Jahren.

Festi Ramazan will in Dortmund bleiben

Aus diesem Grund gab es dieses Jahr auch keine Live-Musik auf dem Festi Ramazan. Dadurch gestaltete sich auch das Abschlussprogramm weniger spektakulär: Nämlich ohne laute Musik und ohne Feuerwerk.

Die kommenden Jahre wollen die Veranstalter aber dennoch in Dortmund bleiben, so Kaya. Vorerst stünden jetzt beratende Gespräche mit der Stadt an, um gegebenenfalls einen neuen Ort zu finden. Am Remydamm werde das Fest definitiv nicht mehr stattfinden. Auch von politischer Seite gibt es Gegenwind: Die Dortmunder CDU hatte sich zuletzt negativ zum Fest in Dortmund geäußert.

Dortmund sei aber nach wie vor eine "bunte Stadt". Von Aktionen wie den Schmierereien oder dem Vandalismus wolle man sich deshalb weder einschüchtern, noch vertreiben lassen.