Das Ende des "Festi Ramazan"? - OB Sierau findet kein geeignetes Gelände

Festi Ramazan 2016 in Dortmund. Foto: Sandra Schaftner/RUHR24
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Festi Ramazan 2016 in Dortmund. Foto: Sandra Schaftner/RUHR24

Dortmund/NRW - Jedes Jahr wird darüber diskutiert, wo das "Fest Ramazan" stattfinden soll. Nun teilte OB Sierau mit, dass das Fest nicht mehr in Dortmund stattfinden wird.

Bereits in diesem Jahr gab es viele Streitigkeiten und den Veranstaltungsort des "Festi Ramazan". Nach einem wochenlangen Hin und Her fand das Fest schließlich in der Nähe der Westfalenhallen statt. Nun teilte Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) mit, dass das "Festi Ramazan" nicht mehr in Dortmund stattfinden soll.

Anlässlich des muslimischen Fastenmonats Ramadan fand das Festival in den vergangenen Jahren an verschiedenen Orten in Dortmund statt. Während Muslime und andere Interessierte im vergangenen Jahr noch am Fredenbaumplatz in der Nordstadt feierten, hieß es 2018, der Mehrzweckplatz an der Ebertstraße sei für eine vierwöchige Veranstaltung dieser Größenordnung nicht geeignet.

Problem des "Festi Ramazan" ist der Lärm

Das Problem bei der Durchführung des Ramadan-Festes ist schon seit vielen Jahren der Lärm.

Es musste also ein neuer Veranstaltungsort gefunden werden. Und diese Aufgabe erwies sich als nicht so einfach. Nach wochenlangen Diskussionen entschied man schließlich, das "Festi Ramazan" auf der Logistikfläche A8 der Westfalenhallen stattfinden zu lassen.

Grundlage für die Genehmigung waren entsprechende Bauvorlagen (Brandschutz-, Verkehrs-, Sicherheitskonzept und eine Lärmimmissionsberechnung) seitens des Veranstalters.

Mit Blick auf den Fastenmonat im kommenden Jahr (6. Mai bis 5. Juni 2019) gibt es nun jedoch schlechte Nachrichten für alle, die das "Festi Ramazan" gerne feiern. Wie die "Nordstadtblogger" berichten, wird es in den kommenden Jahren wohl keine Neuauflage des Festes geben. Dies teilte Ullrich Sierau im Rat mit.

Kein geeignetes Gelände für Ramadan-Fest

Der Grund hierfür sei zum einem der Zeitraum, in dem das "Festi Ramazan" 2019 stattfinden würde und damit verbunden fände sich kein geeignetes Festivalgelände, so Sierau.

Mit einer Dauer von mehreren Wochen im Mai und Juni fällt das Ramadan-Fest genau in den Messe-, Veranstaltungs- und vor allem auch in den Fußballbetrieb. Die Flächen rund um die Westfalenhallen stünden daher nicht zur Verfügung. Die Westfalenhallen sähen sich außerdem nicht im Stande, Parkplatzflächen zur Verfügung stellen, heißt es bei den "Nordstadtbloggern".

Auch andere Veranstaltungsorte seien geprüft worden, hätten sich jedoch nicht als praktikabel erwiesen. Die Möglichkeit, dass das Festival noch einmal auf dem Fredenbaumplatz stattfinden würde, schloss Sierau kategorisch aus.

FDP, Linke und Co. geben sich mit Entscheidung nicht zufrieden

Ganz zum Unmut der SPD-Fraktion. Diese hätte das "Festi Ramazan" gerne dauerhaft in Dortmund verankert. "Das Fest ist eine Bereicherung für die Stadt Dortmund und sollte ein fester Bestandteil in der Dortmunder Feierkultur sein und bleiben", heißt es im Beschlussvorschlag der SPD.

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Einige Fraktionen, wie die FDP, die Linke sowie die Piraten wollen sich mit der Entscheidung jedoch nicht zufrieden geben. Sie wollen die Diskussion 2019 im kommenden Jahr im Ausschuss für Bürgerdienste, öffentliche Ordnung, Anregungen und Beschwerden auf die Tagesordnung bringen.

Dann wird sich zeigen, ob für das "Festi Ramazan" in Dortmund doch noch Hoffnung besteht.

Der Fastenmonat Ramadan findet nicht immer im selben Zeitraum statt. Wegen des muslimischen Mondkalenders ändert sich der Termin von Jahr zu Jahr. Bis 2025 wandert der Zeitraum zwischen zehn und 13 Tage weiter nach vorne. Auf die nächsten Jahre gesehen, bedeutet dass, dass der Ramadan im (gregorianischen) Kalender von Juni (2018) bis in den März (2024) wandert.