Bild: André Schuchert

Findet das Festi Ramazan statt oder nicht? Und wenn ja, wo? Dutzende Anwohner haben bei einer Infoveranstaltung am Mittwoch (17. April) in den Westfalenhallen auf Antworten von Oberbürgermeister Ulrich Sierau gewartet.

Update, Mittwoch (17. April), 21.33 Uhr: „Es gibt bisher definitiv keine Genehmigung!“, so die Worte von Oberbürgermeister Ullrich Sierau zu Beginn der Infoveranstaltung am Mittwoch.

Das Ergebnis des Bürgerdialogs: Seiner Meinung nach habe man auch nach dem knapp zweistündigen Gespräch keinen „Dealbreaker“ gefunden. Stattdessen wolle die Stadt das Konzept nochmal nachbessern, auch der Veranstalter wolle einiges nachsteuern.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau hat sich auf der Infoveranstaltung die Bedenken der Anwohner angehört. Einen Dealbreaker gebe es aber nicht. Foto: Melissa Leonhardt/RUHR24

Laut Veranstalter Fatih Ilhan sollen zum Beispiel mehr Dixi-Toiletten aufgestellt werden. Außerdem wolle man auf Social Media und im Internet konkrete Ansprachen an das Publikum richten, um für mehr Rücksichtnahme zu werben.

Aufbau beginnt bereits am 23. April

Er geht davon aus, dass das Festi Ramazan stattfindet: „Es gibt einfach keine andere Möglichkeit.“ Der Aufbau beginnt bereits am Dienstag (23. April). Dass bis dahin eine endgültige Genehmigung steht, ist jedoch unwahrscheinlich.

Fatih Ilhan ist dennoch optimistisch. Auf die Frage, was passiere, wenn es keine Genehmigung gibt, reagiert er nüchtern: „Dann bauen wir halt wieder ab.“

Genehmigung für Festi Ramazan steht noch aus

Ursprungsmeldung: Das Festi Ramazan scheidet die Geister: Sowohl die Anwohner als auch die CDU haben sich offen gegen das muslimische Volksfest auf den Parkplätzen E1/E2 am Remydamm ausgesprochen. Der Grund: Sie befürchten zu viel Lärm, zu viel Verkehr und damit Parkplatznot durch die vielen Besucher.

Auf einer Infoveranstaltung hat die Stadt am Mittwochabend bekannt gegeben, dass das Festi Ramazan noch immer nicht in trockenen Tüchern ist. Seit Wochen prüft die Verwaltung die Lärm-, Brandschutz-, Verkehrs- und Sicherheitskonzepte der Veranstalter Patrick Arens und Fatih Ilhan.

Auf der Infoveranstaltung unter dem Motto „Nachbarschaftsbeteiligung“, wollte sie offene Fragen direkt mit den Anwohnern klären. Oberbürgermeister Ullrich Sierau leitete die Veranstaltung.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Verkehrsingenieur Jörg Klage stellten sich den Fragen der Teilnehmer. Foto: Melissa Leonhardt/RUHR24

Kein endgültiges Ergebnis bei Infoveranstaltung

Auf eine klare Antwort warteten die Teilnehmer der Infoveranstaltung jedoch vergebens: „Wir haben auf den Termin hingearbeitet und einige Dinge abgearbeitet“, sagte Sierau im Kongresszentrum an der Westfalenhalle.

Laut dem Oberbürgermeister bestünde auch eine Vorstellung, was nach dem Termin passiert. Dem Publikum teilte er diese jedoch nicht mit. Weil das Lärmschutzgutachten für das Fest am Remydamm noch nicht abgeschlossen sei, könne man bis dato keine Entscheidung treffen.

Die Stadt nutzte die Veranstaltung vor allem dazu, das Baugenehmigungsverfahren und das Verkehrskonzept rund um das Festi Ramazan vorzustellen. Danach hatten die Anwohner die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Kräftiger Gegenwind aus dem Publikum

„Wir wollen kein Fest denunzieren – uns geht es wirklich darum, wie wir von A nach B kommen“, so eine Anwohnerin der Joseph-Scherer-Straße. Sie ist vor allem auf Grund des Verkehrs im Rahmen des Festi Ramazan besorgt. Man könne nicht vier Wochen lang einen täglichen Stau von ein bis zwei Stunden einkalkulieren.

Die Stadt hält dagegen: „Wir haben einen schreitenden, aber fließenden Fahrtverkehr der Veranstaltung.“ Die Anreisewelle sei vor allem von 22 bis 23 Uhr. Auf eventuelle Staus wolle man dann zu gegebenem Zeitpunkt reagieren, so Jörg Klage von der Straßenverkehrsbehörde.

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Um die Anwohner zu besänftigen, will der Oberbürgermeister eine neue Kontaktmöglichkeit einrichten: „Wir wollen eine Beschwerde-Hotline haben – und zwar nicht nur beim Veranstalter, sondern bei der Stadtverwaltung:“

Zum einen sollen die Bürger dabei Beschwerden über das normale Bürgertelefon melden können. Zum anderen solle es aber auch eine Nummer speziell für das Festi Ramazan geben.