Festi Ramazan: Organisator will Anwohner von 2013-Trauma befreien

Festi Ramazan 2016 in Dortmund. Foto: Sandra Schaftner/RUHR24
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Festi Ramazan 2016 in Dortmund. Foto: Sandra Schaftner/RUHR24

Dortmund/NRW - Eine Fläche für das Festi Ramazan 2019 ist gefunden. Jetzt müssen Anwohner besänftigt und Auflagen der Stadt Dortmund erarbeitet werden.

Kehrt das Festi Ramazan auf den Parkplatz E1/E2 an den Westfalenhallen zurück? Der Rat der Stadt Dortmund hat das jedenfalls beschlossen. Die Stadtverwaltung will die Durchführung jetzt prüfen. Der Organisator will unterdessen mit den Anwohnern sprechen.

Ganz neu wäre die Fläche für das Festi Ramazan nicht. Schon 2012 und 2013 fand das muslimisch geprägte Fest auf den Parkplätzen zwischen dem Remydamm und der Victor-Toyka-Straße statt. Praktisch Seite an Seite mit dem Gelände des TSC Eintracht Dortmund.

Es handelt sich um die rot markierte Fläche. Blau markiert sind eventuell betroffene Anwohner an der Joseph-Scherer-Straße.

2013 war das Festi Ramazan aufgrund einiger Besucher aus den Ufern geraten. Es habe Probleme mit dem Lärm und dem Verkehr gegeben, berichteten damals Anwohner.

Festi Ramazan wäre 2019 ein anderes als 2013

Die Verhältnisse in 2019 scheinen sich grundlegend verändert zu haben. Die Organisatoren um den Dortmunder Schausteller Patrick Arens erarbeitet derzeit ein Konzept, dass Anwohner so gut es geht schützen soll.

Dass das durchaus funktionieren kann, war beim Festi Ramazan 2018 zu beobachten. Nutzer der Kleingartenanlage Ardeyblick sowie des angrenzenden Seniorenheims hatten vom Lärm des Festes nicht viel mitbekommen. Dabei fand es auf dem Parkplatz P8 statt - beinahe auf der anderen Seite des Gartenzauns.

Die Verhältnisse an der für 2019 geplanten Fläche scheinen sogar unter einem noch besserem Stern zu stehen, als im vergangenen Jahr. Zwischen Festplatz und dem kleinen Anwohnerquatier an der Jospeh-Scherer-Straße liegen Luftlinie etwa 350 Meter. Zu klären wäre, wie mit der Parkplatzsituation zu verfahren ist.

Außerdem darf das Fest nur unter bestimmten Auflagen stattfinden. Um die Anwohner darüber zu informieren, will Mit-Organisator Patrick Arens - in Dortmund ein bekannter Schausteller - mit den Rund 30 Anwohnern der Jospeh-Scherer-Straße sprechen. Im Dialog will er ihnen klar machen, dass sich das Konzept für das Fest seit 2013 grundlegend geändert hat.

Anwohner sind nicht erfreut

Teile der Anwohner haben sich unterdessen wenig erfreut über die Entscheidung des Stadtrates gezeigt. Sie verweisen auf die Entscheidung der Bezirksvertretung Innenstadt-Ost aus dem vergangenen Jahr, die Fläche der Parkplätze E1/E2 nicht mehr als Festplatz zur Verfügung zu stellen.

Jetzt kommt es also auf die Gespräche zwischen Anwohnern, Stadt und Veranstalter an. Fest steht schon jetzt, dass das Festi Ramazan nur unter bestimmten Auflagen stattfinden kann. So soll es unter anderem um 24 Uhr enden und muss ein Konzept zur Verkehrslenkung und zum Parken, zum Lärm-, Sicherheits- und Brandschutz und zur Sauberkeit vorlegen.