Entschärfung im Januar

Vor Mega-Evakuierung von fast 14.0000 Menschen in Dortmund: Klinikum sendet dringenden Hilfe-Ruf

+
Das Klinikum Dortmund ruft vor einer möglichen Evakuierung zu Blutspenden auf.

Die Mega-Evakuierung steht kurz bevor: Am 11. und 12. Januar werden große Teile des Klinikviertels in Dortmund für eine mögliche Bomben-Entschärfung geräumt. Zuvor sendet das Klinikum einen dringenden Hilfe-Ruf.

  • Große Teile des Klinikviertels werden am 11. und 12. Januar evakuiert.
  • Im Vorfeld müssen die Blut-Reserven dringend aufgefüllt werden, denn auch ohne Evakuierung sind die Vorräte knapp.
  • Das Klinikum ruft alle möglichen Spender dazu auf, sich rechtzeitig bei der Blutspende zu melden.

Auch wenn das Klinikviertel in Dortmund evakuiert wird, muss die Blutversorgung für die Stadt Dortmund weiterhin sichergestellt werden. Zwar wird die Blutbank für den Zeitraum der Evakuierung in das Klinikzentrum Nord ausgelagert, aber die klinikeigene Blutspende - wie auch die Notaufnahme der Klinik - bleibt für diese Zeit geschlossen. 

Die Blut-Depots in Dortmund müssen dringend aufgefüllt werden

Daher ruft das Klinikum - dessen Social-Media-Team mit einem Tweet zur Entschärfung für Furore sorgt - und das Institut für Transfusionsmedizin bereits jetzt alle möglichen Spender dazu auf, rechtzeitig vor dem Evakuierungs-Wochenende zur Blutspende in der Alexanderstraße 6-10 zu kommen. 

„Wir müssen unsere Depots im Vorfeld der Evakuierung dringend auffüllen“, sagt PD Dr. Uwe Cassens, Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin. „Die Patienten, die nicht entlassen werden können, werden ja weiterhin von uns betreut. Bei eventuellen Notfällen muss die Versorgung mit Bluttransfusionen daher zwingend gewährleistet sein, zumal wir auch die meisten anderen Dortmunder Kliniken mit Blut versorgen.“ Außerdem sei für die reibungslose Wiederaufnahme des Betriebs am Montag (13. Januar) ein Grundvorrat notwendig.

Evakuierung setzt eins obendrauf - Blut ist auch jetzt schon knapp

Auch ohne den Ausfall durch die Evakuierung und mögliche Bomben-Entschärfung fehlt es dem Klinikum an Blut. Pro Tag werden rund 50 Liter Blut benötigt, das sind 100 gesunde Spender. 

Wie das Klinikum mitteilt, werden diese Mengen schon seit einiger Zeit nicht mehr erreicht. Immer weniger Menschen spenden ihr Blut. Zu der Spende-Trägheit der Dortmunder kommt, dass in der kalten Jahreszeit potenzielle Langzeitspender aufgrund von Grippe und Erkältungen ausfallen. 

Für Blutspende gibt es eine Aufwandsentschädigung

Jeder Erwachsene zwischen 18 und 68 Jahren, der über 50 Kilogramm wiegt, kann Blut spenden. Die BlutspendeDO ist montags und freitags von 8 bis 15 Uhr, dienstags bis donnerstags von 8 bis 19 Uhr und samstags von 8 bis 14 Uhr geöffnet. 

Neben dem guten Gewissen gibt es auch ein kleines Goodie obendrauf: Bei der ersten Blutspende bekommt man einen 20-Euro-Einkaufsgutschein für die Thier-Galerie. Ab der zweiten Spende zahlt die BlutspendeDO eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 20 Euro. 

Auch für Autofahrer gibt es am Wochenende extreme Einschränkungen. Bei der Mega-Evakuierung in Dortmund gibt es zahlreiche Parkverbote und Straßensperren. Autofahrern wird geraten, sich vorab zu informieren.

Weitere Informationen zur Blutspende sind auf der Homepage www.blutspendedo.de zu finden.

Mehr zum Thema