Strom und Gas in der Krise

Energiepreise in Dortmund: „Markt wird sich erst 2024 wieder entspannen“

Die Preise für Gas und Strom in Dortmund sinken. Doch außerhalb der Gaspreisbremse rechnet DEW21 erst 2024 mit Entlastungen für Kunden.

Dortmund – Die Preise auf dem Energiemarkt sinken aktuell, wie die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung (DEW21) am Freitag (20. Januar) mitteilt. Trotzdem seien sie immer noch viel höher als noch vor einigen Jahren. Für Kunden stellt sich die Frage: Zahlen Verbraucher in Zukunft weniger, gleich viel oder sogar mehr für Gas und Strom? RUHR24 liefert Antworten.

Gaspreisbremse bringt Entlastungen für DEW21-Kunden in Dortmund

Die Dortmunder Stadtwerke können das nicht eindeutig beantworten. Fakt sei, dass die Energieträger oft Jahre im Voraus gekauft würden. Das bedeutet, dass Kunden Preisanstiege nur indirekt zu spüren bekommen. Ein Vorteil sei aber, dass es normalerweise länger Durchschnittspreise gäbe und Preisanstiege so abgefedert würden.

Der Nachteil davon: Kunden haben noch nicht den vollen Umfang der explodierten Gaspreise durch die Energiekrise zu spüren bekommen. Auch andere Kosten rund um den Kundenvertrag seien gestiegen, wie etwa Steuern. Deshalb seien die Energiekosten für Kunden in Dortmund so häufig gestiegen.

Nun ist durch die Gaspreisbremse allerdings Hoffnung in Sicht. Sie tritt für Kunden im März in Kraft. Für ihren Basisbedarf an Gas zahlen die Menschen dann nur noch einen gedeckelten Bruttopreis. Stromkunden in Dortmund zahlen dann 40 Cent pro Kilowattstunde (kWh), Gas liegt bei 12 Cent pro kWh und für Wärmekunden werden 9,5 Cent fällig.

Preise für Gas und Strom in Dortmund: DEW21 liefert düstere Prognose

Auch wenn die Gaspreisbremse Erleichterung für Kunden bringt, sei sparen laut DEW21 weiter wichtig. Wer nämlich mehr als 80 Prozent des angesetzten Basisbedarfs verbraucht, zahlt für jede Kilowattstunde deutlich mehr, als den gedeckelten Preis. Genauere Infos würden von DEW21 noch folgen (mehr Dortmund-News bei RUHR24).

Wie sich die Preise außerhalb der Gaspreisbremse für Kunden der Dortmunder Stadtwerke entwickeln, sei noch nicht klar. Aktuell würden die milden Temperaturen zu einem sinkenden Bedarf führen – was wiederum sinkende Preise bedeutet.

In Dortmund zieht bald die Gaspreisbremse.

„Es bleibt jedoch abzuwarten, ob dies eine Momentaufnahme ist und wie sich die Preise weiterentwickeln werden. Grundsätzlich gehen Experten davon aus, dass sich der Markt erst 2024 wieder entspannen wird“, meint DEW21 in einer Mitteilung. Weitere Preisanpassungen würden rechtzeitig mitgeteilt. Ein Ehepaar aus Dortmund muss allerdings 17.000 Euro nachzahlen, weil sie angeblich viel mehr Strom verbraucht haben als sonst.

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