Bild: Daniele Giustolisi/RUHR24

Wo sich im Oktober 2018 noch ein 20 Meter breites und 10 Meter tiefes Loch im Erdboden auftat, ist die Emscherallee in Dortmund jetzt dicht. Doch auf die Stadt wartet noch viel Arbeit.

Die schlechte Nachricht vorweg: In einem Guss durchfahren kann der Verkehr die Emscherallee in diesem Jahr noch nicht. Denn auch wenn das große Loch, das sich im Herbst 2018 auftat, inzwischen gestopft ist, sind die Arbeiten längst nicht beendet.

An der Emscherallee wird nach der Absackung der Straße im Oktober 2018 jetzt ein neues Abwassersystem gebaut. Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24
Das Loch ist dicht – so sieht die Emscherallee in Höhe Lindberghstraßeim März 2019 aus. Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24
Dr. Christian Falk, Technischer Betriebsleiter Stadtentwässerung Dortmund, erklärt an der Emscherallee, was jetzt mit der abgesackten Straße passiert. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24
So sah das Loch an der Emscherallee noch im Oktober 2018 aus. Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24
An der Emscherallee wird nach der Absackung der Straße im Oktober 2018 jetzt ein neues Abwassersystem gebaut. Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24
An der Emscherallee wird nach der Absackung der Straße im Oktober 2018 jetzt ein neues Abwassersystem gebaut. Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24

Neue Abwasserkanäle, die beim Tagesbruch völlig zerstört wurden, müssen erneuert werden. Und dabei geht es längst nicht nur um besagte Stelle an der Emscherallee. „Wir prüfen auch 40 Meter in die eine und 60 Meter in die andere Richtung, ob Kanäle zerstört wurden“, sagt Christian Falk von der Dortmunder Stadtentwässerung.

Emscherallee: Arbeiten unter Feuer

Vier Monate, so Falk, hätten die Bauarbeiter am Loch von Dortmund unter Feuer gestanden, um die Gefahrenstelle zu sichern. Dafür wurde und wird zum Beispiel das sogenannte Rüttel-Stopf-Verfahren angewendet. Damit stopften die Experten den bis dato sehr weichen Boden mit härterem Schutt, um ihn stabiler zu machen.

An der Emscherallee wird nach der Absackung der Straße im Oktober 2018 jetzt ein neues Abwassersystem gebaut. Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24
Eine Umleitung lenkt den Verkehr um die Baustelle. Foto: Daniele Giustolisi/RUHR24

Zur Erinnerung: Durch den trockenen Sommer 2018 – der trockenste seit Aufzeichnung der Wetterdaten – kam es an der Emscherallee zu Absackungen im Boden, Häuser in der Nähe bekamen Rissen. In der Folge musste die Stadt sechs Millionen Euro in die Hand nehmen, um die Stelle wieder herzustellen. 800.000 Euro davon sind bis jetzt in die Baustelle geflossen.

Blindgänger im Erdboden?

Bis die Schäden beseitigt sind, kann aber noch einige Zeit vergehen. Kanäle müssen erneuert, mögliche weitere Schäden ausgeschlossen und am Ende die improvisierte Abwasserleitung zurückgebaut werden.

Fraglich ist auch, ob im Bereich der Baustelle Blindgänger liegen. Denn falls weitere Kanäle erneuert werden müssten, müssten Weltkriegsbomben erst entschärft werden – was ins Geld geht. Bislang habe man aber noch keine Verdachtsfälle, heißt es von der Stadt.

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Bis dato fließt das Abwasser an der Emscheralle oberirdisch über große, braune Rohre. Die Umfahrung der Baustelle bleibt an der Emscherallee also mindestens noch in diesem Jahr bestehen. Einen festen Termin, wann die Baustelle abgebaut wird, will die Stadt aber nicht nennen.