Bild: DFeuG NRW

Mit einem emotionalen Kurzfilm fordern Feuerwehr und Polizei derzeit mehr Respekt und Anerkennung für ihre Arbeit. „Respekt?! Ja bitte!“ heißt die neue Online-Kampagne, die die Menschen über die sozialen Medien erreichen soll.

„Alle uniformierte Kolleginnen und Kollegen sind auch nur Menschen, die anderen in Notsituationen helfen möchte“, heißt es auf der Facebook-Seite der Deutschen Feuerwehrgewerkschaft (DFeuG). Zusammen mit der Dortmunder Kreisgruppe der Gewerkschaft der Polizei (GdP) wirbt man für mehr Respekt.

Feuerwehr wird mit menschlichen Schicksalen konfrontiert

Hierfür haben die DFeuG und die GdP eine Reihe von emotionalen Videos produziert, die nach und nach in sozialen Netzen veröffentlicht werden.

Eines davon erscheint seit Sonntag (2. Dezember) in einem Facebook-Post der Feuerwehrgewerkschaft: In dem Kurzfilm ist es Hauptbrandmeister Oliver Kischlat von der Dortmunder Feuerwehr, der den Zuschauer mit an den Einsatzort eines Wohnungsbrandes nimmt.

Emotional aber nicht übertrieben beschreibt Kischlat, was den Feuerwehrleuten in solchen Situationen durch den Kopf geht. Bei solchen Einsätzen seien sie häufig mit menschlichen Schicksalen konfrontiert.

Besonders dann, wenn Kinder betroffen sind. Das nimmt viele Feuerwehrleute mit, heißt es in dem rund zwei-minütigen Video.

Videos machen auf Arbeit von Feuerwehr und Polizei aufmerksam

Unter dem Beitrag steht die Frage: „Stellt Euch vor, Ihr wärt in hilfloser Lage?! Würdet Ihr nicht auch wollen, dass Oliver und seine Kollegen kommen?“ Die Antwort darauf ist klar.

Weitere Themen auf Dortmund24:

Trotzdem erscheint es Feuerwehr und Polizei notwendig, mit der Kampagne noch einmal auf die Relevanz ihrer Arbeit aufmerksam zu machen.

Ein Grund sicher auch, dass genau diejenigen, die helfen wollen, immer häufiger selbst Ziel von Übergriffen und Attacken werden. „Ich bin schon mal angefahren worden“, berichtet ein Feuerwehrmann als Beispiel in einem Video der DFeuG Hessen.

Nach LKA-Angaben gab es im Jahr 2017 insgesamt 88 Fälle von Gewalt gegen Feuerwehrleute in Bayern – verglichen mit 128 im Jahr 2013 und sogar 145 im Jahr 2012.