Aufgrund eines starken Befalls durch den sogenannten Eichenprozessionsspinner musste die Stadt Dortmund das Naherholungsgebiet komplett dicht machen. So soll es nun weiter gehen.

  • Eichenprozessionsspinner im Fredenbaumpark
  • Stadt sperrt den Park
  • So soll es mit dem Naherholungsgebiet in Dortmund weitergehen

Update, Mittwoch (5. Juni): Insgesamt haben die Raupen des Eichenprozessionsspinners 400 Bäume im Fredenbaumpark befallen.

Der Park muss vorläufig gesperrt bleiben. Es würde wohl einige Zeit dauern, bis die Spezialfirma die Raupen abgesaugt hat. Prognosen, wie lange der Fredenbaumpark gesperrt bleibt, sind aktuell nicht möglich.

Stadt Dortmund muss Fredenbaumpark komplett sperren –

Auch die Erlebniswelt „Big Tipi“ muss vorerst geschlossen bleiben.

Im Rombergpark wurden bisher keine Raupen des Eichenprozessionsspinners gesichtet. Im Westfalenpark sind sechs Bäume befallen. Eine Sperrung gibt es aber nicht.

Erstmeldung, Dienstag (4. Juni): „Bisher wurde erst etwa die Hälfte des Parks kontrolliert. Bereits jetzt konnten mehr als 200 Bäume identifiziert werden“, heißt es in einer offiziellen Pressemitteilung der Stadt Dortmund.

200 Bäume von den Raupen befallen

Die Kontrollen setzt die Stadt am Mittwoch (5. Juni) fort. Es sei davon auszugehen, dass noch einmal genauso viele Bäume mit Befall gefunden werden, so Stadtsprecher Christian Schön.

An den Eingängen am Fredenbaumpark hat das Tiefbaumamt Schilder aufgestellt, die auf die Sperrung hinweisen und auf die Gesundheitsgefahren hinweisen.

Seit vergangener Woche hat die Stadt ein Fachunternehmen beauftragt, das die Raupen absaugt.

Fachunternehmen saugt Raupen ab

Die Mitarbeiter des Unternehmens würden Stück für Stück die Orte in Dortmund aufsuchen, die mit dem Eichenprozessionsspinner befallen sind.

Priorität, so die Stadt Dortmund, hätten immer die Orte, an denen sich Kinder aufhalten würden.

Eichenprozessionsspinner wütete schon 2018 – auch in Dortmund

Schon im Jahr 2018 kam es im Ruhrgebiet zu schweren Vorfällen mit den kleinen Insekten, die für den Menschen gefährlich werden können.

Im vergangenen Jahr äußerte sich Dr. Roland Staudt vom Kreis Unna über den Eichenprozessionsspinner.

„Juckender, entzündlicher Hautausschlag, Quaddeln und Bläschen sind die Symptome“, sagt Dr. Staudt. „Auch Entzündungen der Augenbindehaut, Husten und Halsschmerzen können auftreten, wenn die Haare in Augen oder die Atemwege gelangen. In Einzelfällen kann es bei überempfindlichen Personen zu allergischen Schockreaktionen kommen.“ 

Vorfälle mit der Raupe auch in Iserlohn

Schon am Sonntag (26. Mai) kam es in Iserlohn zu einem Befall durch die Raupe. Dabei befiel der Eichenprozessionsspinner eine gesamte Böschung an der Straße.

Feuerwehrleute mussten mit Gasbrennern und Schutzanzügen gegen die Raupen vorgehen. „Da sich die Ausmaße des Befalls als so drastisch da stellten, wurden zur Unterstützung mehre Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert“, so die Pressestelle der Feuerwehr in Iserlohn.

Eichenprozessionsspinner legt Autobahnen lahm

In Hamburg sorgte die raupe sogar für eine Sperrung einer Autobahn. Vom 22. bis zum 25. Mai mussten die Verkehrsbehörden in der Hansestadt Teile der A1 und A25 sperren.

Auch die Stadt Kamen musste wegen der Raupen das Jahnstadion sperren. Ein Fußballturnier wurde abgesagt.

Auch die A31 war zwischenzeitlich aufgrund des Eichenprozessionsspinners dicht.