Feste Parkplätze für E-Scooter? Stadt Dortmund denkt darüber nach

E-Scooter in Dortmund könnten bald eigene Parkplätze bekommen. Foto: Florian Forth/RUHR24
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E-Scooter in Dortmund könnten bald eigene Parkplätze bekommen. Foto: Florian Forth/RUHR24

Dortmund/NRW - Der Chef des E-Scooter-Verleihers Lime will in den Städten Parkplätze für die Roller schaffen. In Dortmund scheint das denkbar. Hier die Infos.

Der Chef des E-Scooter-Verleihers Lime will in den Städten Platz für die Roller schaffen - und dafür Parkplätze für Autos nutzen. Das sorgt für Kritik. In Dortmund sind feste Stellplätze jedoch denkbar.

  • Der Chef des E-Scooter-Verleihers Lime hat Parkplätze für die Roller gefordert.
  • In Dortmund sind Stellplätze "durchaus denkbar".
  • Ob und wann sie kommen, ist aber ungewiss.

Parkplätze für E-Scooter: Lime-Chef erntet Kritik

Sein Vorstoß hat für Kritik gesorgt: Jasha Seyfi, Chef des E-Scooter-Verleihers Lime, will Parkplätze für Autos zu Stellplätzen für seine Roller umwidmen. Zudem forderte er laut NRZ breitere Radwege und generell eine bessere Infrastruktur für die Gefährte.

In Düsseldorf und Essen gaben sich die Lokalpolitiker skeptisch. Das Auto sei weiterhin das Verkehrsmittel der Wahl, um in die Städte zu kommen. Außerdem seien die Parkplätze zu wertvoll, um sie umzuwidmen.

Freefloat-System der E-Scooter ist Vorteil und Nachteil zugleich

Das Problem: Kaum eine Stadt war so recht auf den Schwall an Rollern vorbereitet. Wegen der schlechten Klimabilanz, vieler Unfälle und falscher Nutzung stehen die E-Scooter in der Kritik. Und nun stehen die E-Scooter, die der TÜV und Stiftung Warentest kritisieren, an allen möglichen Orten mitten in der Stadt, teilweise liegen sie auch im Gebüsch.

Der Grund dafür ist zugleich auch der Vorteil der E-Scooter: Das sogenannte Freefloat-Modell wie es in Berlin und Dortmund praktiziert wird. Es erlaubt, die Roller überall in der Stadt anzumieten und auch wieder abzugeben - ohne feste Stationen.

In Dortmund wurde das bereits eingeschränkt. An gewissen Orten dürfen die Roller deshalb nicht abgestellt werden. Doch was ist mit festen Parkplätzen, wie vom Lime-Chef gefordert? Dieses System wird bereits beim Metropolrad Ruhr genutzt, dem Leih-Fahrrad-Anbieter der Region.

Stadt Dortmund hält Parkplätze für E-Scooter für "durchaus denkbar"

Die Antwort auf eine entsprechende Anfrage an die Stadt Dortmund macht Hoffnung darauf, dass künftig etwas Ordnung in das Roller-Chaos kommt: "Aus Sicht der Mobilitätsplaner bei der Stadt ist das durchaus denkbar", sagt Pressesprecher Christian Schön gegenüber RUHR24.

Sinnvoll könne eine Mischung aus festen Standorten und dem bisherigen Freefloating-Modell sein. Die festen Parkplätze könnten dann an den Ausbringstellen der E-Scooter liegen.

Parkplätze an Knotenpunkten des Nahverkehrs in Dortmund

Das sieht auch Lime-Chef Seyfi so. Standorte an Knotenpunkten des öffentlichen Nahverkehrs seien sinnvoll. In Dortmund wären das etwa der Hauptbahnhof oder die S-Bahn-Haltestellen.

Von einer künstlichen Verknappung der E-Scooter, die derzeit wegen Datenschutzbedenken in der Kritik stehen, hält er laut NRZ aber nichts. Es solle weiterhin möglich sein, überall in der Stadt einen E-Roller zu bekommen - zusätzlich zu den festen Stationen.

Ob und wann es solche Parkplätze in Dortmund geben wird, steht jedoch in den Sternen. "Solche 'Roller-Parkplätze' müssten aber pro Standort durchdacht, geplant und abgestimmt werden", gibt Schön zu bedenken. Das sei nicht schnell zu machen.