Bild: Lisa Krispin/Dortmund24

Im Rahmen einer Gedenkminute haben am Montagabend (19. Februar) Dortmunder Radfahrer und Radfahrerinnen ein Ghost Bike in der Nordstadt aufgestellt.  

Gedenkfahrt vom Friedensplatz zur Unfallstelle

Rund 100 Menschen kamen am Montag (19. Februar) gegen 17.30 Uhr zusammen, um das Ghost Bike in Gedenken an den am vergangenen Dienstag (13. Februar) tödlich verunglückten 63-jährigen Radfahrer aufzustellen. Zuvor waren 44 Radfahrer in einer ruhigen Gedenkfahrt vom Friedensplatz aus zur Unfallstelle gefahren.

Der tragische Unfall ereignete sich auf der Bornstraße an der Einmündung zur Glückaufstraße. Ein 32-jähriger LKW-Fahrer aus Herten hat den Radfahrer beim Abbiegen nach rechts übersehen und erfasst. Der Mann geriet unter den LKW und wurde eingeklemmt. Der 63-Jährige verstarb noch am Unfallort.

Rund 100 Menschen nahmen am Montag an der Gedenkminute für den tödlich verunglückten Radfahrer teil. Foto: Lisa Krispin/Dortmund24

Und genau an dieser Stelle steht seit Montag (19. Februar) das Ghost Bike. Wie bereits an zwei anderen Unfallorten in Dortmund, soll auch das Ghost Bike an der Bornstraße an verstorbene Radfahrer erinnern. Das erste Dortmunder Ghost Bike steht an der Rüschebrinkstraße, das zweite Dortmunder Ghost Bike an der Ecke Mallinckrodtstraße/Leopoldstraße, nicht weit von dem jetzigen Unfallort entfernt. Hier war im November ein 11-jähriger Junge auf dem Weg zur Schule von einem Lkw angefahren worden. Kurz darauf verstarb er im Krankenhaus.

Erinnerung: Radfahrer haben Anrecht auf sichere Straßen

Die weiß lackierten Fahrräder werden seit 2003 weltweit und seit 2016 in Dortmund an Unfallorten in Gedenken an verstorbene Radfahrer aufgestellt. Sie sollen eine Erinnerung daran sein, dass Radfahrer ein Anrecht auf sichere Straßen haben und mahnen alle Verkehrsteilnehmer zu einem rücksichtsvollen Umgang miteinander. Mit den Rädern drücken die Radfahrer ihre Anteilnahme aus und halten die Erinnerung auch über die nächsten Tage hinweg wach.

Radfahrer fordern schon länger bessere Bedingungen für den Radverkehr, damit es weniger verunglückte Fahrradfahrer gibt und auch mehr Dortmunder das Fahrrad nutzen. Initiiert und getragen wird die Aufstellung von allen Dortmunder Radfahrerinitiativen: Allgemeiner Deutscher Fahrradclub (ADFC) Kreisverband Dortmund, Critical Mass (CM) Dortmund, VeloKitchen Dortmund, VeloCityRuhr und Verkehrsclub Deutschland (VCD) Dortmund-Unna.