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In der Dortmunder Nordstadt ist es am Pfingstmontag (10. Juni) zu einer Massenschlägerei mit rund 80 beteiligten Personen gekommen. Die Polizei hat inzwischen Konsequenzen angekündigt.

  • Die Polizei musste Einsatzkräfte aus umliegenden Städten anfordern.
  • Es gab zwei Festnahmen.
  • Die Polizei richtet eine Ermittlungskommission ein.

Update, Dienstag (11. Juni), 13.46 Uhr: Wie die Polizei mitteilt, hat sie nun Ermittlungen wegen des besonders schweren Falls des Landfriedensbruchs gestartet. Rund 100 Beamte waren am Pfingstmontag ausgerückt, um die Situation im Dortmunder Norden zu entschärfen.

Auch Polizeipräsident Gregor Lange hat sich inzwischen zu den Vorfällen geäußert: „Dass gewaltbereite Personengruppen mit Waffen und gefährlichen Gegenständen aufeinander losgehen, tolerieren wir nicht.“ Lange verweist in diesem Zusammenhang auf dem großen Rückgang der Straftaten in der Nordstadt, der nach seinen Angaben auch mit einem starken Polizeiaufgebot vor Ort zu tun habe.

Hintergründe der Massenschlägerei sollen aufgeklärt werden

Gleichzeitig kündigt Lange an, den Fall und die Hintergründe mit Hilfe einer eigenen Kommission aufklären zu wollen. „Wir werden nicht zulassen, dass das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger in der Nordstadt unter solchen Vorkommnissen in Mitleidenschaft gezogen wird.“

Und weiter: „Wir werden unsere Null-Toleranz-Strategie intensiv fortsetzen, um deutlich zu machen, dass wir die Rechtsordnung jederzeit und überall durchsetzen“, bekräftigt Gregor Lange.

Update, Dienstag (11. Juni), 6.30 Uhr: Inzwischen hat die Polizei den Einsatz bei der Massenschlägerei bestätigt. Er habe sich demnach an der Schleswiger Straße / Schleswiger Platz ereignet. „Vor Ort bedrängte eine Gruppe von circa 150 Schaulustigen die eintreffenden Beamten und behinderten deren Arbeit“, heißt es in einem Bericht der Polizei.

Erstmeldung, Montag (10. Juni), 21 Uhr: Zunächst sollen der Polizei circa 50 Personen gemeldet worden sein, die aufeinander losgegangen sein sollen. Beim Eintreffen sollen die Beamten jedoch eine weit größere kämpfende Meute von circa 80 Personen festgestellt haben.

Molotow-Cocktails, Baseballschläger, Macheten, Vorschlaghammer und Flaschen wurden laut Polizei bei der Massenschlägerei als Waffen verwendet.

Polizei musste wegen Massenschlägerei Unterstützung anfordern

Die Polizei musste zahlreiche Unterstützungskräfte aus umliegenden Städten anfordern. In der Zwischenzeit sollen die Personen jedoch in kleinen Gruppen in alle Himmelsrichtungen geflohen sein.

Trotzdem soll es der Polizei gelungen sein, zwei Personen festzunehmen. Als verletzt meldete sich wohl niemand bei den Einsatzkräften.

+++ Schießerei in der Innenstadt von Dortmund: Mann von Schüssen getroffen +++

Die Polizei soll auch Stunden nach der Auseinandersetzung weiterhin mit starken Kräften in der Nordstadt unterwegs gewesen sein, um jede weitere Form von Auseinandersetzung zu unterbinden.

Als direkte Reaktion auf die Massenschlägerei in der Dortmunder Nordstadt hat Polizeipräsident Gregor Lange jetzt eine sogenannte „strategische Fahndung“ angeordnet.

In Dortmund wurde am Pfingstwochende außerdem auch eine Seniorin auf einem Friedhof beraubt. Sie war allerdings nicht das einzige Opfer. Im Dortmunder Rodenbergpark wurde zudem ein älteres Pärchen von sechs Jugendlichen ausgeraubt.