Während der Corona-Pandemie

Rekord! Besucher im Zoo Dortmund schaffen im April eine Sensation

Die Erdmännchen im Zoo Dortmund haben die meisten Patenschaften während der Corona-Pandemie abgesahnt.
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Die Erdmännchen im Zoo Dortmund haben die meisten Patenschaften während der Corona-Pandemie abgesahnt.

Die Coronavirus-Pandemie hat im Zoo Dortmund für einen Rekord gesorgt. Verantwortlich für die erfreuliche Nachricht sind Besucher und Fans.

  • Der Zoo Dortmund freut sich in der Corona-Krise über breite Unterstützung.
  • Die Fans und Tier-Freunde des Zoos haben im April einen echten Rekord aufgestellt.
  • Obwohl einige Tiere die Profiteure zu sein scheinen, gibt der Zoo Entwarnung: Die Liebe der Zoo-Fans kommt allen Tieren zugute.

Dortmund - Fans und Besucher des Zoos in Dortmund haben allein im April dieses Jahres für einen erfreulichen Rekord gesorgt. Die Tier-Freunde haben in jenem Monat mehr als 600 Patenschaften übernommen.

Zoo Dortmund

Adresse

Mergelteichstraße 80

Eröffnet

24. Mai 1953

Anzahl der Tiere

circa 2000

Direktor

Dr. Frank Brandstätter

Für den Zoo Dortmund ist das ein erfreulicher Rekord. So viele Patenschaften würde der Zoo sonst in einem ganzen Jahr machen, hieß es zuletzt von der Einrichtung.

Zoo Dortmund: Extrem viele Patenschaften in Corona-Pandemie

Der Boom mit den Patenschaften hat einen Grund - und der heißt Corona. Denn während des Coronavirus-Lockdowns in Dortmund fehlten Einnahmen in der Kasse des Zoos. Mit den Patenschaften konnten Zoo-Fans die Einrichtung finanziell unterstützen.

Unterdessen trommelte der Zoo in den Sozialen Netzwerken und postete während der Abstinenz der Besucher fleißig Fotos und Videos der Tiere - und machte Werbung für mehr Patenschaften. Rund zwei Monate mussten diese ohne den Besuch der Menschen auskommen.

Direktor des Zoos Dortmund von Hilfe überwältigt

Zoodirektor Dr. Frank Brandstätter zeigt sich hocherfreut über die vielen Patenschaften im April: "Wir sind ganz überwältigt von der Solidarität und der Fülle von Spenden und Patenschaftsanträgen zur Unterstützung unseres Zoos. Das ist uns in dieser schwierigen Zeit eine große Hilfe und Motivation."

Nashorn-Baby Willi ist ein Publikumsliebling im Zoo Dortmund

Von den über 600 Patenschaften konnten die allseits beliebten Erdmännchen am meisten profitieren. Laut Zoo Dortmund wollten sich im April rund 150 Paten um die possierlichen Tierchen kümmern und sie finanziell unterstützen.

Zoo Dortmund teilt Hilfe aus Patenschaften auf alle Tiere auf

Aber keine Sorge: Andere Tiere gehen deshalb nicht leer aus. "Der gesamte Betrag aus den Patenschaften, der ausschließlich für Futterkosten verwendet wird, wird gerecht unter allen Zoobewohner aufgeteilt", heißt es vom Zoo.

So können die weniger beliebten Tiere - etwa die Weißschwanz-Stachelschweine Barry und Rita, der kleine Ameisenbär Hugo, die Zwergseidenäffchen-Familie oder das neue Zwergotter-Weibchen, für das der Zoo Dortmund einen Namen sucht - vom Hype für die Erdmännchen profitieren. Gut 2000 Tiere leben derzeit im Zoo Dortmund. Wer aber auch mal andere Tiere als Erdmännchen oder Pandas besuchen möchte, kann das in der Spider World tun - und Vogelspinnen und Skorpione bestaunen.

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